„Brechen Sie ihr BAföG-Versprechen nicht!“
(Berlin) - Eine neue Analyse des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) zeigt weiterhin steigende Wohnkosten für Studierende und Auszubildende in Deutschland. Laut MMI müssen diese Gruppen im Durchschnitt 512 Euro pro Monat für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft bezahlen, was einer Steigerung von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die neuen Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts kommentiert Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks (DSW):
„Die hohen Mieten drohen die junge Generation zu erdrücken. Die BAföG-Wohnkostenpauschale ist dramatisch zu niedrig, mit ihr kann man sich kaum ein durchschnittliches WG-Zimmer leisten. Die Preise auf dem Wohnungsmarkt laufen dem BAföG davon. Und ausgerechnet in dieser Lage steckt die längst versprochene BAföG-Novelle im Bundeskabinett fest. Mein dringender Appell an Forschungsministerin Dorothee Bär und Finanzminister Lars Klingbeil. Lassen Sie die junge Generation nicht hängen, brechen sie nicht das BAföG-Versprechen der Bundesregierung! Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, muss die Wohnkostenpauschale zum kommenden Wintersemester steigen. Das anvisierte Plus von 380 auf 440 Euro ist dabei die absolute Unterkante. Insgesamt brauchen wir eine grundlegende Reform des BAföG. Es muss höher, einfacher und digitaler werden.
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Frage in den Hochschulstädten. Über Jahrzehnte wurde es versäumt, die wachsende Zahl der Studierenden mit einem entsprechenden Ausbau der sozialen Infrastruktur zu begleiten. Das fällt uns nicht erst jetzt auf die Füße. Das Bund-Länder-Programm Junges Wohnen ist nun ein echter Lichtblick. Allein im Jahr 2025 und waren knapp 20.000 Plätze für studentisches Wohnen im Bau oder in Planung. Wer die Wohnungsnot in den Hochschulstädten bekämpfen will, läuft nicht Kurz, sondern eher Mittel- und Landstrecke. Viele Länder nutzen die Mittel des Jungen Wohnen gut, aber noch nicht alle. Es sind aber alle Länder aufgefordert, diese Mittel kraftvoll einzusetzen, um bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Azubis zu schaffen. Es wäre fatal, wenn sich in der jungen Generation der Eindruck festsetzt, bei den demokratischen Parteien mit ihren Nöten zu wenig Gehör zu finden.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Studierendenwerk, Monbijouplatz 11, 10178 Berlin, Telefon: 030 297727-0
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

