Pressemitteilung | Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Buchbranche einig: Neuer Schub für libreka! / Gestern Spitzengespräch der Sparten im Börsenverein

(Frankfurt am Main) - In einem Spitzengespräch wurden wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Zwischenbuchhändler im Börsenverein des Deutschen Buchhandels künftig aktiv an libreka! beteiligen können. Der Zwischenbuchhandel ist im Interesse der gesamten Buchbranche zu einer tragfähigen Gesamtlösung bereit, wenn ihm die Nutzung der technologischen Infrastruktur und der Inhalte von libreka! für eigene Geschäftsmodelle so leicht wie möglich gemacht und von libreka! nachhaltig unterstützt wird. Erwartet werden möglichst wenig technologische und organisatorische Hemmnisse sowie die von einer Verbandslösung zu erwartende höchste preisliche Attraktivität. Die Verleger und Sortimenter unterstützen dies nachhaltig und fordern, dass sich die Zwischenbuchhändler bei der Entwicklung von libreka! aktiv, gegebenenfalls sogar durch eigene Beiträge, beteiligen. In einem Spitzengespräch der drei Sparten der deutschen Buchbranche unter Leitung des Vorstehers, Prof. Dr. Honnefelder, gestern in Frankfurt am Main ist es damit gelungen, den entscheidenden Dissens zwischen den Verlegern, Sortimentern und Zwischenbuchhändlern bei der Entwicklung von libreka! zu überwinden.

Konfliktpunkt war die bei libreka! vorgesehene Shop-Funktionalität, die als Konkurrenz zum Geschäft des Zwischenbuchhandels eingeschätzt wurde. Diese Ausgestaltung der E-Commerce-Funktion von libreka! durch eigene Shop-Funktionalitäten sehen die Zwischenbuchhändler nach wie vor als Beeinträchtigung möglicher eigener Geschäftsmodelle. "Es wurden in dem Gespräch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Zwischenbuchhandel libreka! jetzt nicht nur aktiv in seine Geschäftsmodelle einbinden kann, sondern sich darüber hinaus auch aktiv an der Weiterentwicklung von libreka! beteiligen wird", sagte der Vorsitzende des Zwischenbuchhandels-Ausschusses, Matthias Heinrich, der gemeinsam mit Oliver Voerster die Interessen des Zwischenbuchhandels vertrat, unmittelbar nach dem Gespräch. Es war notwendig geworden, nachdem beim Branchenparlament am 12. November 2009 deutlich wurde, dass es nach wie vor einen elementaren Dissens zu libreka! zwischen dem Zwischenbuchhandel einerseits und dem Sortiment und Verlag andererseits gibt. Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Detlef Büttner, Matthias Heinrich, Gottfried Honnefelder, Heinrich Riethmüller, Ronald Schild, Alexander Skipis, Matthias Ulmer, Oliver Voerster und Karl-Peter Winters.

"Mit dem gestern erzielten Ergebnis hat die Buchbranche deutlich gezeigt, dass Sie im Interesse der Entwicklung des deutschen Buchmarktes und im Interesse der Gewährleistung hochwertiger buchhändlerischer Leistung zu einem Konsens bereit ist, auch wenn zum Teil eigene Geschäftsinteressen hintangestellt werden müssen", sagte Gottfried Honnefelder.

"Mit einer solchen Vereinbarung geben wir libreka! nicht nur einen entscheidenden Entwicklungsschub, sondern minimieren damit gleichzeitig die Entwicklungskosten, wenn die technologischen Funktionalitäten allen Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden", sagten die Vorsitzenden des Verleger- und des Sortimenter-Ausschusses Karl-Peter Winters und Heinrich Riethmüller.

Die drei Sparten sind sich einig darin, dass eine Einbindung der Dienstleister, insbesondere der Verlagsauslieferung und Barsortimente, in die Nutzung und die Weiterentwicklung von libreka! ein wesentlicher Garant für den künftigen Erfolg dieser Branchenlösung sind. "Die Buchbranche hat diese Plattform entwickelt, um ein marktfähiges Angebot zum legalen Erwerb digitaler Buchinhalte zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Partizipation aller Branchenteilnehmer am digitalen Geschäft zu ermöglichen", sagte Gottfried Honnefelder.

Der Vorstand des Börsenvereins wird in seiner nächsten Sitzung als Gesellschafter der MVB die Geschäftsführung bitten, die Ausgestaltung von libreka! entsprechend der gefassten Regelungen vorzunehmen.

Quelle und Kontaktadresse:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. Pressestelle Großer Hirschgraben 17-21, 60311 Frankfurt am Main Telefon: (069) 13060, Telefax: (069) 1306-201

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