Pressemitteilung | Bund Katholischer Unternehmer e.V. (BKU)

Bürgerversicherung ist "tödlich" für Gesundheitssystem

(Köln) - Gegen die derzeit diskutierte Einführung einer Bürgerversicherung im Zuge der Gesundheitsreform hat sich die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie Luise Dött MdB, ausgesprochen: "Eine Bürgerversicherung ist tödlich für unser Gesundheitssystem", warnte sie. Bei einer Bürgerversicherung hängen die Einzahlungen in eine gesetzliche Einheits-Krankenversicherung vom Gesamteinkommen ab, während die Leistungen im Versicherungsfall einkommensunabhängig für alle gleich sind.

Wenn in eine solche Versicherung alle Bürger ohne Ausnahme einzahlen müssten, würde dies den privaten Krankenversicherungen den Todesstoß versetzen, erläuterte Dött: “Von Wettbewerb ist dann keine Spur mehr zu finden - die Einheitsversicherung wird monopolistisch hohe Beiträge von den Bürgern erheben und nicht auf Kosten achten.”

Sie stellte dem das BKU-Modell gegenüber, das eine einheitliche Kopf-Pauschale für alle Bürger vorsieht, die aber wahlweise ab der Beitragsbemessungsgrenze in eine private oder die Soziale Krankenversicherung eingezahlt werden kann. "So sind Wettbewerb und Effizienz sichergestellt," betonte Dött.

"Außerdem plädieren wir für eine einmalige Auszahlung des Arbeitgeberbeitrages an die Arbeitnehmer", führte die BKU-Vorsitzende aus. Durch eine Beschränkung der Beitragspflicht auf Grundleistungen der Krankenkassen, die durch freiwillige private Zusatzversicherungen ergänzt werden könnten, erhalte der Bürger wieder mehr Spielraum, wie er sein Einkommen einsetzen kann: Er könne oberhalb einer Mindestversicherung nicht nur zwischen mehr Konsum und sozialer Zusatz-Absicherung wählen, sondern auch innerhalb der sozialen Sicherung zwischen stärkerer Absicherung des Krankheits-, Pflege- oder Altersvorsorgerisikos."

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund Katholischer Unternehmer e.V. (BKU) Georgstr. 18, 50676 Köln Telefon: 0221/27237-0, Telefax: 0221/27237-27

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