Pressemitteilung | Deutscher Hausärzteverband e.V.

Bundesregierung bestätigt Erfolg der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV)

(Berlin/Köln) - Die Bundesregierung hat den Erfolg der Hausarztzentrierten Versorgung bestätigt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/5164) auf eine Kleine Anfrage (18/5021) der Fraktion Die Linke hervor. Demnach verbessert die HZV die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig begrüßt die Bundesregierung, dass durch Innovationen im Rahmen der HZV der Wettbewerb um eine bessere Versorgung gestärkt wird.

Positiv bewertet die Bundesregierung, dass die Zahl der abgeschlossenen HZV-Verträge in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Aktuell nehmen über 3,7 Millionen Patientinnen und Patienten und mehr als 16.000 Hausärztinnen und Hausärzte an der HZV teil. Die Teilnahme ist freiwillig.

"Die Hausarztzentrierte Versorgung ist eines der größten Erfolgsmodelle im deutschen Gesundheitswesen der vergangenen Jahrzehnte", so Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. "Während das Kollektivvertragssystem stagniert und kaum in der Lage ist, eine flächendeckende hausärztliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen, ist es mit der HZV innerhalb weniger Jahre gelungen, eine zweite Regelversorgung zu etablieren. Sie sorgt für eine strukturierte Behandlung der Patientinnen und Patienten und ist der Innovationsmotor im deutschen Gesundheitswesen."

Bei der HZV fungiert der Hausarzt als Koordinator im Gesundheitswesen. Der Versicherte verpflichtet sich für mindestens ein Jahr freiwillig, zunächst seinen Hausarzt zu konsultieren. Dieser überweist den Patienten bei Bedarf an einen Spezialisten oder ins Krankenhaus. Somit können überflüssige Doppeluntersuchungen und unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Auch das Medikationsmanagement, beispielsweise bei der Verschreibung von Antibiotika, kann durch die verbesserte Koordination individuell abgestimmt und kontrolliert werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hausärzteverband e.V., Büro des Bundesvorsitzenden Berlin Vincent Jörres, Pressereferent Bleibtreustr. 24, 10707 Berlin Telefon: (030) 88714373-35, Fax: (030) 88714373-40

(sy)

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