Pressemitteilung |

Bundesregierung stellt Benchmarking-Studie zum Logistikstandort Deutschland vor / Start für eine weltweite Marketingoffensive

(Bonn) - „Logistik als eine der wichtigsten Wachstumsbranchen darf nicht länger Nebensache bei der Akquisition internationaler Investoren sein.“ Zu diesem Schluss kommt die von der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Technologie der Logistik-Dienstleistungswirtschaft ATL im Auftrag der bundeseigenen Vermarktungsagentur „Invest in Germany“ erstellte Benchmarking-Studie zum Logistikstandort Deutschland, die am 31. Mai von Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Ralf Nagel und dem Forschungsleiter Prof. Peter Klaus bei der transport logistic in München vorgestellt wurde.

Die unter Mitwirkung des Bundesverkehrsministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums und des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) erarbeitete Studie stellt sieben dominante Stärken des Logistikstandortes Deutschland heraus, darunter die zentrale Lage in Europa, seine Infrastruktur und die Tatsache, dass hier sehr viel logistisches Know-how angesiedelt ist.

„Damit ist unser Land geradezu ideal für ausländische Investoren“ betont DSLV-Präsident Manfred F. Boes. „Es nützt aber nichts, wenn wir das wissen, wir müssen diese Vorteile auch aktiv vermarkten.“

Um dazu konkrete Handlungsempfehlungen zu bekommen, hat die Studie auch in- und ausländische Vermarktungskonzepte untersucht. Am besten abgeschnitten haben dabei die Niederlande. Einen Grund dafür sieht Boes eindeutig darin, „dass man sich dort

nicht in regionalen Initiativen verzettelt, sondern weltweit einheitlich und geschlossen auftritt. Unsere Nachbarn machen uns mit ihrem Konzept ‚Nederland – Distributieland’ schon seit dreißig Jahren vor, wie man erfolgreich Investitionen akquiriert.“ Hier müsse Deutschland schnellstens nachziehen, wolle man nicht ins Abseits gedrängt werden, warnte Boes.

Als Vermarktungsmaßnahmen schlägt die Studie vor, eine Dachmarke für den Logistikstandort Deutschland zu erarbeiten und damit im In- und Ausland zu werben sowie Referenzdatenbanken und weltweit flächendeckende Netzwerke aufzubauen. Für die Betreuung des insgesamt vierphasigen Umsetzungsprozesses empfehlen die Fraunhofer-Experten die Etablierung einer zentralen Anlauf- und Koordinationsstelle mit Anbindung an die politischen und administrativen Institutionen. Auch in das Auslandsmessegeschäft soll die Branche weiter einbezogen und ihr dortiger Auftritt vom Bund gefördert werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV) Weberstr. 77, 53113 Bonn Telefon: 0228/9144027, Telefax: 0228/91440727

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