Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Bundestag debattiert Tempo 130 / Brandenburger Studie stützt Forderung nach Tempolimit / Abgeordnete müssen Druck machen

(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert gemeinsam mit der Allianz Pro Tempolimit die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, ein bundesweites Tempolimit auf Autobahnen in den Ausschüssen, in die das Thema heute (9. November 2007) verwiesen wurde, auch gegen die Blockadehaltung der Regierung voranzubringen. Die heutige (9. November 2007) Debatte im Bundestag habe zum wiederholten Male deutlich gemacht, dass die Gegner einer Geschwindigkeitsbegrenzung keine sachlichen Gründe für ihre Position ins Feld führen könnten und als Handlanger der Autoindustrie fungierten. Die vernünftigen Sachargumente seien hingegen auf der Seite der Befürworter eines Tempolimits zu finden.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: „Vor allem Vertreter der Unionsfraktion haben in ihren Redebeiträgen heute (9. November 2007) das tägliche Unfallleid auf den Autobahnen in unerträglicher Weise verharmlost. Sie wollen offenbar jedes Jahr über 150 Tote und tausende Schwerverletzte in Kauf nehmen, nur um die weltweit einzigartige Raserei in Deutschland weiterhin zu erlauben. Das ist zynisch und verstößt außerdem gegen den politischen Auftrag des Grundgesetzes, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zu gewährleisten."

Starken Rückenwind erhält das Tempolimit durch eine aktuelle Studie des Landes Brandenburg über die Auswirkungen einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, die gestern (8. November 2007) veröffentlicht wurde. Sie untersucht die Folgen eines Tempolimits für Sicherheit und Unfallfolgekosten. Im Ergebnis heißt es, die Autobahnen würden mit Tempolimit für jeden Verkehrsteilnehmer sicherer und die Unfallfolgekosten erheblich sinken.

„Die brandenburgische Studie zeigt ganz klar: Autobahnunfälle gehen bei Einführung eines Tempolimits um 25 Prozent zurück, die Unfallkosten sinken bei einem Limit von 130 um über 20 Prozent, bei Tempo 120 sogar um rund 40 Prozent. Diese Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache und sollten die Gegner endlich zur Vernunft bringen", fordert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.

Hinzu kämen erhebliche Effekte für den Klima- und Umweltschutz. Lottsiepen: „Treibhausgas- und Schadstoffausstoß sinken bei niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten, die Staugefahr wird geringer und die Autobauer könnten endlich vernünftig motorisierte und leichtere Massenmodelle bauen. Dadurch würde das überfällige Downsizing von Pkw in Gang kommen und ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet."

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Almut Gaude, Pressesprecherin Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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