Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie befürchtet immense Wettbewerbsnachteile für die deutsche Ernährungsindustrie bei zu zeitiger Einführung der Maut

(Bonn) - Angesichts des Chaos beim Aufbau der Maut-Technologie fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) nachdrücklich, dass die LKW-Gebühr erst dann eingeführt wird, wenn alle technologischen Voraussetzungen flächendeckend aufgebaut worden sind. "Nur so lassen sich immense Wettbewerbsnachteile für unsere Industrie vermeiden und ein freier Warenverkehr in Europa realisieren", sagt Dr. Peter Traumann, Vorsitzender der BVE. Gleichzeitig begrüßt er die Verschiebung der Mauteinführung vom 31. August auf den 1. November.

Das deutsche Verkehrssystem gehört zu den entscheidenden Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie nachhaltig sichern. Kaum eine Branche ist deshalb so auf den Abbau von Engpässen in der Verkehrsinfrastruktur angewiesen. LKWs bieten derzeit die besten Transportbedingungen für Lebensmittel, insbesondere für Frischeprodukte und tiefgekühlte Artikel. Die technische Realisation der LKW-Maut-Erhebung stellt neben den erhöhten Transportkosten jedoch ein zusätzliches Hindernis dar. Die benutzerfreundliche Erhebung ist technisch bislang nur durch so genannte On-Board-Units möglich. Laut einer Schätzung werden derzeit rund 800.000 Geräte benötigt, um alle LKWs auszustatten. Jedoch ist die Betreibergesellschaft Toll Collect nach eigenen Angaben nur im Stande, rund 250.000 Geräte per 31. August auszuliefern. Damit können nicht alle Unternehmen bedient werden. Alternative Möglichkeiten der Mautbuchung über das Internet oder an Zahlstellen stellen für viele Firmen eine starke Transporteinschränkung dar. Sollten die erforderlichen technologischen Voraussetzungen auch zum 1. November nicht realisierbar sein, fordert die BVE eine weitere Verschiebung der Maut.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. ( BVE ) Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn Telefon: 0228/308290, Telefax: 0228/3082999

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