BundeswehrVerband begrüßt Festhalten an der Wehrpflicht / Kirsch: Wichtig sind mehr Wehrgerechtigkeit und höhere Attraktivität des Dienstes
(Berlin) - Der Deutsche BundeswehrVerband begrüßt die Absicht der Koalition von CDU/CSU und FDP, die allgemeine Wehrpflicht bestehen zu lassen. Der Vorsitzende des DBwV, Oberst Ulrich Kirsch, warnt jedoch gleichzeitig vor "einem Einstieg in den Ausstieg aus der Wehrpflicht" mit der Verkürzung auf sechs Monate.
Voraussetzung bei den neuen Plänen müsse sein, dass auch künftig die Möglichkeit erhalten bleibe, wonach junge Wehrpflichtige sich freiwillig zu einem längeren Wehrdienst auf bis zu 23 Monate (FWDL) verpflichten können, erklärte Kirsch. Der DBwV appelliert an die neue Regierung, dass die Forderung aus dem Kreis der Wehrpflichtigen im DBwV nach einer attraktiveren Dienstgestaltung ernsthaft aufgegriffen werde.
Kirsch weiter: "Vor allem muss die Wehrgerechtigkeit optimal gestaltet werden." Die Wehrverwaltung müsse zudem gewährleisten, dass die Grundwehrdienstleistenden möglichst in der Nähe ihrer Heimatorte ausgebildet und eingesetzt würden.
Union und FDP wollen den Pflichtdienst künftig so gliedern: drei Monate Grundausbildung, zwei Monate Spezialausbildung und einen Monat Fachdienst in den Einheiten. Grundsätzlich sollen die Wehrdienstleistenden einen Monat Urlaub haben. Strittig war zunächst noch, ob dieser Monat in die Dauer des Wehrdienstes einbezogen wird, dann würde der Wehrdienst formal sieben Monate dauern.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher BundeswehrVerband e.V. (DBwV), Bundesgeschäftsstelle
Wilfried Stolze, Pressesprecher
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