BundeswehrVerband unterstützt Appell des deutschen ISAF-Kommandeurs / Kirsch: "Bundesregierung muss Polizei in Afghanistan verstärken"
(Berlin) - Auf großes Befremden stößt beim Deutschen BundeswehrVerband die Haltung der Bundesregierung, wonach sie keine Veranlassung sieht, das deutsche Engagement für den Polizeiaufbau in Afghanistan zu verbessern. Der Kommandeur der Schutztruppe ISAF in der Nordregion, Brigadegeneral Jörg Vollmer, hatte die Bundesregierung dringend um finanzielle Mittel für die Einstellung und Bezahlung von 2500 Polizisten für die Region Kundus gebeten. Nur durch ständige und dauerhafte Präsenz afghanischer Sicherheitskräfte sei es möglich, den Taliban, die zunehmend Distrikte südlich von Kundus beherrschten, wirksam entgegenzutreten.
DBwV-Bundesvorsitzender Oberst Ulrich Kirsch: "Unsere Truppe stellt sich immer mehr die Frage, wie ernst es unsere Regierung wirklich meint, wenn sie vom Aufbau einer selbsttragenden Sicherheitsarchitektur spricht. Wie soll man es dann verstehen, wenn die Lagebeurteilung der militärischen Führung im Einsatzland einfach zur Seite gewischt wird."
Die nächste Bundesregierung müsse sich der Herausforderung stellen und die Mittel für einen beschleunigten zivilen Aufbau in Afghanistan und die Verstärkung von afghanischen Sicherheitskräften in erheblichem Umfang erhöhen, fordert Kirsch.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher BundeswehrVerband e.V. (DBwV), Bundesgeschäftsstelle
Wilfried Stolze, Pressesprecher
Südstr. 123, 53175 Bonn
Telefon: (0228) 3823-0, Telefax: (0228) 3823-220
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