Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO)
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BVEO-Bilanz: Produktionsstarkes Obst- und Gemüsejahr 2025

(Berlin) – Der deutsche Obst- und Gemüsesektor schaut auf ein produktionsstarkes Jahr zurück: Im Jahr 2025 legte die Obsternte um rund 25 Prozent auf 1,44 Millionen Tonnen zu. Die Gemüseernte blieb mit rund 4,2 Millionen Tonnen trotz hoher Niederschläge und Schädlingsdruck stabil. Dies gibt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) anlässlich der Fruit Logistica in Berlin bekannt.

„Frisches Obst und Gemüse bleiben ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan der Haushalte in Deutschland. Und dies obwohl weltweite und nationale Spannungen in Politik und Wirtschaft weiterhin zu Verunsicherung bei den Verbrauchern und zu einem insgesamt zurückhaltenden Kaufverhalten führen. Das ist eine gute Nachricht“, betont BVEO-Geschäftsführer Dr. Christian Weseloh. Er macht deutlich: „Die Bäuerinnen und Bauern sowie die Erzeugerbetriebe gehen mit Mut und Entschlossenheit die großen Herausforderungen unserer Zeit an, stemmen sich gegen den hohen Preis- und Kostendruck und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit mit bezahlbaren und gesunden Lebensmitteln.“ Zur Fruit Logistica zieht die BVEO ein insgesamt positives Resümee zum vergangenen Wirtschaftsjahr.

Nach einem herausfordernden Jahr 2024 unter anderem mit Frostschäden führten laut Agrarmarkt Informations Gesellschaft (AMI) moderatere Frühjahrsbedingungen im Jahr 2025 zu einer deutlich besseren Ertragslage im Obstbau. Besonders die Baumobstarten entwickelten sich positiv und es wurden durchgängig höhere Erträge erreicht. Nach Schätzungen der AMI wird die deutsche Obsternte für das Jahr 2025 auf 1,44 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind 25 Prozent mehr als im Jahr 2024.

Die deutsche Gemüseproduktion stand im Jahr 2025 insbesondere vor der Herausforderung durch sich weiter ausweitende Anbauflächen. Die Freilandanbauflächen für Gemüse erreichten bereits im Jahr 2024 ein ausgesprochen hohes Niveau, 2025 haben die Betriebe die Flächen nochmals ausgeweitet. Durch günstige Bodenbedingungen zu Jahresbeginn und ein warmes Frühjahr startete die Saison früh und führte zu steigenden Erntemengen. Dies setzte die Erzeugerpreise über große Teile des Jahres hinweg unter Druck. Hinzu kam die weiterhin angespannte Situation beim Pflanzenschutz, insbesondere durch nasse und warme Witterungsphasen war das Risiko von Pilzbefall erhöht.

Unterm Strich fiel die Freilandgemüseernte leicht höher aus als im Vorjahr. Insgesamt wird die Freilandgemüseernte durch die AMI auf 4 Millionen Tonnen geschätzt und damit um knapp 1 Prozent höher als 2024. Auch der Unterglasanbau erreichte weitgehend das Niveau des Vorjahres. Nach ersten Schätzungen der AMI wird die Gemüseernte im geschützten Anbau mit 210.000 Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Für Verbraucher blieben Gemüsepreise insgesamt stabil bis leicht rückläufig. Bei Speisepilzen dürfte die Vorjahresmenge knapp erreicht werden. Laut AMI gaben die Verbraucher insgesamt gut 264 Euro je Haushalt für frisches Gemüse aus. Die eingekaufte Menge stieg gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf gut 89 Kilogramm je Haushalt. Damit lagen die Umsätze auf Verbraucherebene nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.

Ausblick für den Obstmarkt

Trotz allgemein angespannter Lage lässt sich für den Obstmarkt für die kommende Saison ein positiver Trend erkennen. Die guten Bedingungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass sich die Erträge schnell erholen können, wenn Frühjahrsfröste ausbleiben.
Auf Verbraucherseite dürfte die Nachfrage stabil bleiben. Trotz leicht steigender Preise zeigte sich zuletzt, dass frisches Obst ein fester Bestandteil des Einkaufs bleibt. Hinzu kommt, dass witterungsbedingte Einschränkungen in wichtigen Produktionsländern im Ausland den Absatz heimischer Ware weiterhin begünstigen. Insgesamt geht der Markt daher mit vorsichtigem Optimismus in die neue Saison.

Ausblick für den Gemüsemarkt

Der Gemüsemarkt startet mit einer stabilen Versorgungslage in die neue Saison. Ausgeweitete Anbauflächen und frühe Pflanzmöglichkeiten könnten erneut zu hohen Mengen führen, während Witterung, Schädlingsdruck und begrenzte Pflanzenschutzmittel weiterhin Herausforderungen bleiben. Die Verbrauchernachfrage bleibt voraussichtlich konstant, sodass der Markt insgesamt solide, aber weiterhin unter Preisdruck in das kommende Jahr geht.


Fazit
Insgesamt zeigt das Jahr 2025, dass die deutsche Obst- und Gemüseproduktion trotz schwieriger Rahmenbedingungen widerstandsfähig ist. Während sich die Obsterträge nach wetterbedingten Einbrüchen erholen konnten, blieb die Gemüseversorgung dank ausgeweiteter Anbauflächen und guter Produktionsbedingungen stabil. Gleichzeitig machen Herausforderungen wie Schädlingsdruck, begrenzte Pflanzenschutzmittel und zunehmende Importe deutlich, dass die Märkte nach wie vor unter Anpassungsdruck stehen. Dennoch deutet die konstante Verbrauchernachfrage darauf hin, dass frische Erzeugnisse aus heimischer Produktion auch künftig eine wichtige Rolle beim Einkaufsverhalten der Haushalte spielen werden.

Auf der Fruit Logistica gibt die BVEO Fachbesuchern und Kunden aus aller Welt einen umfassenden Einblick in Produkte und Produktneuheiten. Im Zentrum des Engagements der BVEO auf der Messe steht ein rund 1.400 Quadratmeter großer Gemeinschaftsstand. „Wir sind stolz, in der Halle 20 auf der Fruit Logistica in Berlin erneut die ganze Bandbreite unserer heimischen Produkte zu präsentieren“, so Weseloh. Die Bedeutung der Messe und des zentralen BVEO-Auftritts wurde in diesem Jahr wieder durch den Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher und einen hochkarätig besetzten Rundgang unterstrichen: Zahlreiche Präsidenten und Geschäftsführer befreundeter Verbände nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO), Pariser Platz 3, 10117 Berlin, Telefon: 0 30 856214-400

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