BVF und DGGG unterstützen Tanja Machalets Forderung nach „Nationalem Aktionsplan Frauengesundheit“
(München) - Die Vorsitzende im Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet (SPD), setzt sich für eine Verbesserung der Frauengesundheit in Deutschland ein. Konkret wirbt sie für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit.“
Als klaren politischen Akzent in der Arbeit des Gesundheitsausschusses benennt die Vorsitzende Tanja Machalet das Thema Frauengesundheit. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt wirbt sie ganz konkret für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“. In dem Beitrag heißt es: „Mir geht es um die Versorgung bei Herzinfarkt, Brustkrebs, HPV-Impfungen sowie die Medikamentenforschung, die Frauen zu oft außen vorlässt.“
Gendergesundheit in den Blick nehmen
Machalet zufolge müsse auch die Gendergesundheit in den Blick genommen werden, wozu auch die Männergesundheit zähle. Zudem müsse der Prävention zu mehr Aufmerksamkeit verholfen werden.
Die Ausschussvorsitzende kritisiert die ineffizienten Strukturen im Gesundheitssystem und spricht sich für eine Beschleunigung der Digitalisierung aus. Dies, um etwa Doppeluntersuchungen vermeiden zu können.
Machalet war zu Gast beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auf der Veranstaltung wurden im Dialog mit der Politik Fachempfehlungen für die Verbesserung der Frauenheilkunde in Deutschland für Klinik und Praxis präsentiert.
Zu den dringendsten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen laut BVF und DGGG:
• Die Gleichstellung der frauenärztlichen Versorgung im Primärarztsystem
• Eine nachhaltige Sicherung der ambulanten fachärztlichen Versorgung
• Eine Einführung einer Bagatellgrenze bei Regressprüfungen
• Eine stärkere Berücksichtigung frauenspezifischer Erkrankungen wie Endometriose und Wechseljahresbeschwerden
• Der Ausbau präventiver Angebote und Förderung von Gesundheitskompetenz
• Die Neustrukturierung der Geburtshilfe mit Fokus auf Sicherheit und Facharztverfügbarkeit
• Adäquate Strukturen für ambulante Operationen
• Eine bessere Integration gynäkologischer Krebserkrankungen im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG)
• Die Anpassung des Reproduktionsrechts an den Stand der Wissenschaft
• Die Finanzierung und Absicherung ärztlicher Weiterbildung
Die Fachverbände sehen in diesen Maßnahmen zentrale Stellschrauben für eine zukunftsgerichtete Frauengesundheitspolitik und appellieren an die Politik, nun zügig konkrete Reformschritte einzuleiten.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF), Arnulfstr. 58, 80335 München, Telefon: 089 244466-129
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