BVI-Mitglieder repräsentieren mehr als eine Billion assets under management / BVI: Wertschöpfungskette spaltet sich weiter auf
(Frankfurt am Main) - Deutsche Kapitalanlagegesellschaften verwalteten zur Jahresmitte 2004 ein Vermögen von 635,7 Mrd. Euro für institutionelle Kunden.
Davon entfielen 529,8 Mrd. Euro auf Spezialfonds und 105,9 Mrd. Euro auf die Finanzportfolioverwaltung für Dritte.
Dies ist der aktuellen Spezialfonds- und institutionellen Asset Management-Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. zu entnehmen. Im Vergleich zu Ende Juni 2003 (504,4 Mrd. Euro) wuchs das Volumen der Spezialfonds um 25,4 Mrd. Euro. Der Anstieg erklärt sich durch Zuflüsse von netto 16,5 Mrd. Euro und eine positive Marktentwicklung. Zuzüglich der 451,1 Mrd. Euro in Publikumsfonds repräsentierten die BVI-Mitglieder ein Vermögen von 1.086,8 Mrd. Euro.
Die Zahl der Spezialfonds sank im ersten Halbjahr 2004 von 5.165 auf 5.050. Der Rückgang ist zum einen damit zu begründen, dass Anleger mit mehreren Spezialfonds diese unter das Dach einer Master-KAG stellten. So teilen sich die 5.050 Fonds auf 6.069 Verwaltungseinheiten auf, die wiederum im Einzelfall von mehreren Anlegern gehalten werden (vgl. Teil 1 A der Statistik).
Ein weiterer Grund liegt in der geänderten Anlageverordnung für Versicherungsunternehmen. Diese große Investorengruppe kann aufgrund der neuen Regelung von einer Trennung zwischen reinen Aktien- und Rentenfonds absehen, da bei einem Mischfonds nur noch der tatsächliche Aktienbestand auf die Risikokapitalquote angerechnet wird.
Rund 29 Prozent des Spezialfonds-Vermögens wurden nicht durch die auflegende Kapitalanlagegesellschaft, sondern durch Dritte gemanagt bzw. beraten (vgl. Teil 1 C). Umgekehrt führten die BVI-Mitglieder bei einem Volumen von 21,7 Mrd. Euro das Portfolio-Management bzw. die Beratung für Dritte durch. Dies zeigt, dass sich die Wertschöpfungskette im Spezialfondsgeschäft weiter aufspaltet. In diesen Zusammenhang gehören auch die Anfang Juni diesen Jahres vom BVI verabschiedeten Wertpapiertransaktions-Standards, die die Zusammenarbeit zwischen immer mehr und immer spezialisierteren Dienstleistern effizient gestalten. Diese Standards zielen auf einheitliche und zwischen den beteiligten Asset Managern, Kapitalanlagegesellschaften, Brokern, Beratern und Depotbanken abgestimmte Geschäftsabläufe und optimieren die Inhalte und Modalitäten der Datenübertragung.
Kapitalanlagegesellschaften sind auch außerhalb von Spezialfonds aktiv. Im Rahmen der freien Finanzportfolioverwaltung weist die BVI-Statistik (vgl. Teil 2) 376 Mandate mit einem Vermögen von 105,9 Mrd. Euro aus. In diesem Geschäftsfeld liegt nach Ansicht des BVI ein großes Potenzial, da seit Einführung des neuen Investmentrechts ein Vertrieb eigener Fonds im Ausland nicht mehr den EU-Pass gefährdet.
Die in der Statistik erfassten Asset Management-Gesellschaften ohne KAG-Status verzeichneten per 30. Juni 2004 in der freien Vermögensverwaltung für Dritte 235 Mandate mit einem Volumen von 23,8 Mrd. Euro (vgl. Teil 3). Darüber hinaus managen bzw. beraten die Asset Manager 246 Verwaltungseinheiten von Spezialfonds im Wert von ebenfalls 23,8 Mrd. Euro (vgl. Teil 4).
Die ausführliche Statistik finden Sie auf www.bvi.de.
Quelle und Kontaktadresse:
BVI Bundesverband Investment und Asset-Management e.V.
Eschenheimer Anlage 28, 60318 Frankfurt
Telefon: 069/154090-0, Telefax: 069/5971406
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