Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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BVR-Konjunkturprognose 2007: Aufschwung setzt sich mit gut 1 3/4 Prozent Wachstum im nächsten Jahr fort

(Berlin) - Die deutsche Wirtschaft wächst im Jahr 2006 real um rund 2,5 Prozent. Damit liegt das aktuelle Wachstum deutlich höher als das langfristige Produktionspotential, stellt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem jüngsten Konjunkturbericht fest. Nach einer kurzen, durch die Mehrwertsteuererhöhung bedingten Wachstumspause werde sich der konjunkturelle Aufschwung im nächsten Jahr fortsetzen. Der BVR rechnet für das Jahr 2007 mit einem realen Wachstum von gut 1 3/4 Prozent. Hierzu trügen der Außenbeitrag und die inländische Verwendung in etwa zu gleichen Teilen bei. Dies zeige, welche Stärke und Breite der konjunkturelle Aufschwung inzwischen erreicht habe. Werde die Unternehmensteuerreform entsprechend den jetzt beschlossenen Eckpunkten zum 1.1.2008 in Kraft gesetzt, so werde die konjunkturelle Dynamik 2008 weiter angebotsseitig gestützt. Daher spreche derzeit alles dafür, dass der konjunkturelle Aufwärtstrend auch im Jahr 2008 anhalte.

Außenwirtschaft bleibt Wachstumsmotor
Die Außenwirtschaft bleibe, so der BVR, auch 2007 eine wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur. Auch wenn sich das Wachstum in den USA abschwäche, profitierten die deutschen Unternehmen vom anhaltend hohen Wachstum in Asien und der weiterhin starken Nachfrage der Öl produzierenden Länder und einer nachhaltigen Aufwärtsentwicklung im Euroraum. Angesichts der in den letzten Jahren deutlich verbesserten preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportunternehmen sei für das nächste Jahr mit einem realen Wachstum der Exporte von 6,5 Prozent zu rechnen.

Angesichts der anhaltenden konjunkturellen Aufwärtstendenz stiegen auch die Importe im nächsten Jahr spürbar an. Dies stehe im unmittelbaren Zusammenhang mit den weiter ansteigenden Exporten und der anhaltenden Investitionstätigkeit. Die Nachfrage nach ausländischen Konsumgütern werde sich dagegen verhaltener entwickeln. Insgesamt würden die Importe um gut 5 Prozent zulegen. Unter dem Strich bedeute dies, dass die Außenwirtschaft einen Beitrag zum Wachstum in der Größenordnung von 0,8 Prozentpunkten leisten werde.

Investitionen legen deutlich zu
Auch wenn sich die Gewinnaussichten der Unternehmen angesichts der Mehrwertsteuererhöhung etwas eintrübten und sich die Finanzierungsbedingungen im Gefolge einer etwas strafferen Geldpolitik leicht verschlechterten, bleibe angesichts der hohen Kapazitätsauslastungen das grundsätzliche Investitionsszenario intakt. Die Ausrüstungsinvestitionen werden nach Angaben des BVR mit rund 6 Prozent nur wenig langsamer wachsen als in diesem Jahr.

Die langjährige Talfahrt der Bauinvestitionen sei 2006 beendet worden, der leichte Aufwärtstrend dieses Jahres werde sich 2007 fortsetzen. Getragen werde diese Entwicklung im Wesentlichen vom gewerblichen Bau, im Wohnungsbau sei dagegen lediglich mit einer Stabilisierung zu rechnen. Aufgrund der deutlich verbesserten Finanzlage der Kommunen erwartet der BVR für 2007 eine Zunahme der öffentlichen Bauinvestitionen um real etwa 1,5 Prozent. Insgesamt würden die Bauinvestitionen in 2007 um etwa 1,5 Prozent wachsen. Die Bruttoinvestitionen insgesamt würden um 4 Prozent zunehmen und damit einen Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozentpunkten erbringen.

Konsum wächst nur verhalten
Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte werden nach Auffassung des BVR 2007 mit rund 2,5 Prozent wachsen und damit etwas mehr zulegen als 2006. Da die Mehrwertsteuererhöhung die Verbraucherpreise - auch wenn man keine vollständige Überwälzung unterstelle - deutlich über die 2 Prozent-Marke ansteigen ließe, ergäbe sich in realer Betrachtung jedoch allenfalls ein geringfügiges Plus. Der private Konsum werde im Jahr 2007 daher nur in der Größenordnung von 0,3 Prozent wachsen. Dies sei aber immer noch eine höhere Zunahme als in den Jahren 2002 bis 2005. Mit dem staatlichen Konsum, der etwa um 0,5 Prozent zulegen werden, werde der Konsum insgesamt einen Wachstumsbeitrag für das nächste Jahr in der Größenordnung von 0,2 Prozentpunkten liefern.

Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Hauptgeschäftsstelle Melanie Schmergal, Pressesprecherin Schellingstr. 4, 10785 Berlin Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900

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