Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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BVR-Präsident Dr. Christopher Pleister: "Auf die Eigentümer kommt es an" / Redeauszüge, Euro Finance Week 2006

(Frankfurt am Main) - Umfragen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Bundesbürger sich nur unzureichend in Finanzangelegenheiten auskennen. Sie verlassen sich auf ihren Bankberater, wenn sie einen haben. Bei zunehmender Bedeutung der Eigenvorsorge wird – und diese These mag den gängigen Meinungen über das Internetzeitalter zuwiderlaufen – die Kundennähe von Banken und ihre langfristige Berechenbarkeit immer wichtiger.

Grundlage jeder Bankverbindung ist das Vertrauensverhältnis zwischen dem Kreditinstitut und seinen Kunden. Hierfür ist die Nähe zum Kunden ein unschlagbarer Vorteil. Menschen vertrauen Menschen. Dabei ist die Umbruchsituation im deutschen Bankenmarkt nicht unproblematisch. In einem stabilen Markt hat man die langfristige Existenz der Anbieter in der gewohnten strategischen Ausrichtung als gegeben annehmen können. Dies hat sich im letzten Jahrzehnt dramatisch geändert. Die Frage nach den Plänen der Eigentümer von Banken mit ihren Instituten wird daher immer wichtiger. Nur eine stabile Eigentümerstruktur gewährt auch Planungssicherheit über die langfristige Ausrichtung einer Bank. Die ansonsten eher fruchtlose und dem Ansehen der deutschen Banken insgesamt abträgliche Auseinandersetzung um das Drei- Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft hat hierfür den Blick geschärft.

Einige Stellungnahmen zu den Perspektiven der europäischen Finanzdienstleistungsindustrie sind zu einseitig. Die Effizienz von Märkten zeigt sich nicht an der Rentabilität der anbietenden Industrie, sondern an den durch starken Wettbewerb gedrückten Margen. Hinzu kommt die Produkt- und Dienstleistungsqualität und die Kundenzufriedenheit. Nach diesen Kriterien weist die deutsche Kreditwirtschaft im internationalen Vergleich hervorragende Werte auf. Zu großen Teilen ist dies auf die Eigentümerstrukturen der großen Verbundgruppen zurückzuführen. Dabei sehe ich die größte Stabilität und Nachhaltigkeit bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken. In keiner anderen Bankengruppe haben es 16 Millionen Privatpersonen als Eigentümer in der Hand, die geschäftspolitische Ausrichtung ihrer Bank auf den Heimatmarkt und das gewünschte Maß an Kundennähe selbst zu bestimmen und zu kontrollieren.

Den Streit der EU Kommission um den Namensschutz der Bezeichnung Sparkasse halte ich für nicht ziel führend. Für die Vervollkommnung des europäischen Binnenmarktes gibt es wahrlich dringlichere Anliegen. Das von der Kommission propagierte Ziel des Bürokratieabbaus hat sehr viel mit Nichteinmischung zu tun.

Dass der deutsche Markt für Finanzdienstleistungen offen ist, belegen die Erfolge neuer Anbieter.

Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Hauptgeschäftsstelle Melanie Schmergal, Pressesprecherin Schellingstr. 4, 10785 Berlin Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900

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