Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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BVR warnt vor Riester-Zwang

(Berlin) - Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wendet sich strikt gegen die in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Überlegungen, die staatlich geförderte private Altersvorsorge für alle Bürger verpflichtend zu gestalten.„Eine obligatorische Zusatzversorgung ist keine Lösung, da sie Bürger in Altersvorsorgemaßnahmen drängen würde, die sich im freien Markt nicht durchsetzen konnten“, so BVR-Präsident Dr. Christopher Pleister.

Der BVR warnt vor zu häufigen Kurswechseln. Gerade beim Thema „Altersvorsorge“ seien Kontinuität und Verlässlichkeit notwendig, um Vertrauen in der Bevölkerung zu erzeugen. Das Bewusstsein, für das Alter vorsorgen zu müssen, werde bei den Menschen über einen längeren Prozess aufgebaut. Diesen könne man jedoch nicht durch einen Zwang beschleunigen.
Vielmehr belegen zahlreiche Umfragen und Studien, dass die Altersvorsorge eine immer wichtigere Rolle als Sparmotiv bei den Bürgern einnehme. Die – trotz der mäßigen wirtschaftlichen Entwicklung – steigende Sparquote sei in diesem Zusammenhang ebenfalls positiv zu bewerten.

Jedem Einzelnen müsse selbst die Entscheidung überlassen werden, welche Anlageform er als die passende für den Aufbau eines persönlichen Altersvorsorgevermögens ansieht. Dies müsse kein geförderter Altersvorsorgevertrag sein. Insbesondere wenn die Flexibilität für den Sparer im Vordergrund stehe, würden andere Anlageformen bevorzugt, die gleichwohl der Altersvorsorge dienen. Auch selbst genutztes Wohneigentum könne eine Form der Altersvorsorge sein, die jedoch mitunter keine Kapazitäten für eine weitere Spartätigkeit lasse.

Eine obligatorische Zusatzversorgung stelle keine Lösung dar. Vermutlich würden Umgehungsmöglichkeiten gesucht und genutzt, die das eigentliche Ziel konterkarierten. Zertifizierungskriterien etwa würden vorsehen, dass jeder Riester-Sparer die Möglichkeit haben müsse, seinen Vertrag ruhen zu lassen – also eine Zeit lang nicht zu besparen.

In der gegenwärtigen Situation der deutschen Rentenversicherung werde jeder Schritt zur Lösung des Rentenproblems durch die Bundesregierung, bei dem eine Beitragssatzerhöhung vermieden werden soll, zu einem höheren Vorsorgebedarf bei den Bürgern führen. Die Bundesregierung sollte – so der BVR – in der Bevölkerung eine stärkere Sensibilität für diesen Zusammenhang schaffen.

Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. Melanie Schmergal, Pressesprecherin Schellingstr. 4, 10785 Berlin Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900

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