BWV Präsident Schindler übt scharfe Kritik an Verkauf von illegalen Pflanzenschutzmitteln
(Mainz) - Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Norbert Schindler, hat den Verkauf von in Deutschland nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln scharf kritisiert. Diese Fälle müssten schnellstmöglich und umfassend aufgeklärt werden, so der BWV-Präsident.
Gleichzeitig nahm Präsident Schindler diese aktuelle Diskussion zum Anlass auf eine alte Forderung des Berufsstandes nach einer EU-weiten Harmonisierung für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln hinzuweisen. Es sei nicht erst seit dem Verkauf von illegalen Pflanzenschutzmitteln an der Zeit, dies entsprechend zu regeln. Es könne nicht sein, dass verschiedene Pflanzenschutzmittel, die in Deutschland seit vielen Jahren verboten seien, in anderen EU-Staaten weiterhin uneingeschränkt angewendet und verkauft werden dürften. Dies sei weder im Sinne der Verbraucher noch im Sinne der Landwirte, so Schindler.
Die pauschalen Behauptungen und Anschuldigungen, die Greenpeace gegen die deutschen Landwirte in diesem Zusammenhang erhoben hatte, wies der BWV-Präsident jedoch massiv zurück. Die deutschen Landwirte produzieren gesunde Nahrungsmittel unter höchsten Auflagen, die streng kontrolliert werden, so Schindler. Das einzelne Personen oder Unternehmen kriminelle Energie entwickelt und verbotene Mittel an einen Greenpeace-Aktivisten verkauft hätten, könnten auch die besten Gesetze und Kontrollen nicht verhindern, stellte der BWV-Präsident fest.
In den vergangenen Jahrzehnten sei zudem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft nachweislich reduziert worden. Zwischen 1987 und 2004 habe sich der Wirkstoffaufwand je Hektar Landwirtschaftlicher Fläche von 3,7 auf 1,7 Kilogramm verringert. Neu entwickelte Pflanzenschutzmittel seien gezielter wirksam und besser biologisch abbaubar. Damit sei auch ein wirtschaftlicherer Einsatz der Mittel möglich. Darüber hinaus begleite der landwirtschaftliche Berufsstand bereits seit einigen Jahren ein Programm zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes, unter großer Beteiligung von praktischen Landwirten. Wir haben in Deutschland hohe Auflagen und strenge Kontrollen in der Lebensmittelproduktion, so Schindler. In jeder Branche gebe es schwarze Schafe, diese seien jedoch Einzelfälle und könnten nicht verallgemeinert werden.
Darüber hinaus bedeute die Tatsache, dass es einem Greenpeace-Aktivist gelungen sei, in Deutschland verbotene Pflanzenschutzmittel einzukaufen nicht, dass die Landwirte dies auch tun. Es sei in vielen Bereichen möglich, Dinge, welche in Deutschland verboten seien, einzukaufen. Dies bedeute jedoch nicht gleichzeitig, dass die gesamte Bevölkerung hiervon gebrauch mache. Einzelfälle gab es immer und wird es immer geben, so Schindler, daran würden auch die strengsten Kontrollen nichts ändern. Der Bauernpräsident warnte jedoch davor, solche Dinge zu verallgemeinern. Ein solches Vorgehen sei rufschädigend und führe auch in den Betrieben, welche ihre Pflanzenschutzmittel nach Recht und Gesetz anwenden, zu Umsatzeinbußen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.
Andrea Adams, stellv. Hauptgeschäftsführerin, Presseabteilung
An der Brunnenstube 33-35, 55120 Mainz
Telefon: (06131) 62050, Telefax: (06131) 620550
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