Pressemitteilung | Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV-RLP)
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BWV fordert Hilfemaßnahmen für dürregeschädigte Landwirte

(Mainz) - Nachdem aufgrund der anhaltenden Hitzewelle für die Landwirte immer gravierendere Auswirkungen zu erwarten sind, haben sich die Landesbauernverbände gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband für Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Betriebe eingesetzt.

Selbst wenn in den nächsten Tagen Regen einsetze, so habe dies für die Getreideernte und die Futtersituation kaum noch Auswirkungen, so der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Norbert Schindler. Zu sehr seien diese Kulturen bereits von der Hitzewelle gezeichnet. In der Weizenernte kam es zu Einbußen in Höhe von rund 30 Prozent, so Schindler. Vor allem der Weizen war in vielen Fällen notreif. Auch die Futterflächen seien von der Dürre gezeichnet. Die Weideflächen seien braun und in den Maisbeständen seien deutliche Trockenschäden sichtbar, so der Präsident.

Für die Landwirte könne eine solche Hitzewelle mit drastischen Ertragseinbußen zu Liquiditätsproblemen führen, so Schindler. Aus diesem Grund sei auf Bundesebene ein Forderungskatalog erarbeitet worden. Die Situation dürfe keinesfalls zur Existenzbedrohung für die Betroffene werden, erklärte Schindler.

Neben der ohnehin bereits bestehenden Forderung, die Betriebsprämien frühzeitig an die Landwirte auszuzahlen, wurden unter anderem Liquiditätshilfedarlehen und Steuerstundungen von der Bundesregierung gefordert. Die Freigabe der stillgelegten Flächen zur Futternutzung wurde bereits vor einigen Wochen von der EU-Kommission eingefordert. Darüber hinaus forderten alle Beteiligten eine Möglichkeit zur unbürokratischen Gewährung von Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft durch die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Ausgleichszulage und die Fördermittel für FUL-Maßnahmen müssten frühzeitig erfolgen.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank habe bereits auf die Forderung des Berufsstandes reagiert und ein Liquiditätshilfedarlehen für dürregeschädigte Landwirte aufgelegt. Die Kredite werden mit einer Laufzeit von 4 oder 6 Jahren angeboten und sind wahlweise mit einem Tilgungsfreijahr ausgestattet. Je Nach Laufzeit liegt der Zinssatz zwischen 4,25 und 4,55 Prozent nominal. Anträge sind über die Hausbank bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank einzureichen.

Schindler bekräftigte, dass die Landwirte aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode auf eine schnelle Reaktion zur Hilfestellung aller Beteiligten angewiesen seien.

Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. Andrea Adams, stellv. Hauptgeschäftsführerin, Presseabteilung An der Brunnenstube 33-35, 55120 Mainz Telefon: (06131) 62050, Telefax: (06131) 620550

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