CEOs diskutieren Netzwerksicherheit in der Produktion
(Frankfurt am Main) - Hochrangige Vertreter der deutschen Wirtschaft diskutierten Sicherheitsaspekte in den Produktionsanlagen. Eingeladen hatte der Lenkungskreis Security ein Gremium führender Industrieverbände: Namur, PNO, SecIE, VDI/VDE, VDMA und ZVEI unter der Leitung des ZVEI.
IT-Sicherheit ist heute ein anerkannt wichtiges Thema in der Bürowelt. In vielen produzierenden Unternehmen wird jedoch noch übersehen, dass die Maschinen und Anlagen heute ebenfalls mit IT-Systemen gesteuert werden. Für deren Schutz fehlen oft Konzepte und Verantwortlichkeiten im Management, obwohl die potenziellen Schäden enorm sind. Deshalb forderten in einem Round-Table-Gespräch hochrangige Vertreter der Wirtschaft, ein Signal für die deutsche Industrie zu setzen, das Thema IT-Sicherheit im Produktionsumfeld auch im eigenen Unternehmen unverzüglich und umfassend aufzugreifen.
IT-Sicherheit ist zu einer Herausforderung geworden, dem sich die produzierenden Unternehmen in Deutschland stellen müssen, betont Dr.-Ing. Reinhard Hüppe, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Automation. Der steigende Vernetzungsgrad, die Durchdringung der Abläufe im Unternehmen und das Verschwinden von Grenzen fördert die Anfälligkeit der Systeme gegenüber Angriffen. Der Zwang zu erhöhter Verfügbarkeit und die Gefahr massiver wirtschaftlicher Schäden steigern den Handlungsdruck für den Unternehmer, Gefahren für sein Unternehmen zu verhindern, so Hüppe.
Security ist den Experten zu Folge längst nicht mehr nur im Büro relevant, auch Produktionsbereiche sind weitgehend vernetzt und erfordern eine angepasste Vorgehensweise. Anstelle von IT-Fachkräften, die sich um wenige Großrechner kümmern, werden hier von Facharbeitern tausende Maschinen und Roboter betreut. Bereits zeitlich kurze Ausfälle haben deshalb meist drastische Folgen. Aktuelle Umfragen unter Sicherheits-Managern belegen, dass eine Gefährdung der Wirtschaft durch Angriffe auf die IT-Sicherheit heute und künftig den höchsten Stellenwert hat, noch vor den Gefährdungen Industriespionage und allgemeine Kriminalität. Um so erstaunlicher ist es, stellt Hüppe fest, dass die Budgets für IT-Sicherheit seit 2004 tendenziell fallen.
Gefälschte Produkte werden zum Sicherheitsproblem
Produktpiraterie ist der Allgemeinheit daher bekannt, dass Modemarken gefälscht werden. Aber auch Industrieprodukte sind betroffen, Maschinen und Geräte werden kopiert. Das kann sogar dazu führen, dass deutsche Firmen ihre Zulassungen im Ausland verlieren, weil die Fälschungen versagen. Eine Vernachlässigung des Themas durch den Unternehmer birgt Bedrohungspotenzial für das Unternehmen selbst. Die Unternehmen sind vom einwandfreien Funktionieren der eingesetzten Technik abhängig. Die Unternehmensziele können nur bei sicherem IT-Einsatz erreicht werden.
Das Ziel des Round-Table war, die Bedeutung der IT-Sicherheit für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in den Fokus zu rücken. Maßnahmen und Vorgehensweisen wurden durch die Teilnehmer aus der Informationstechnik, aus der Automobilindustrie und aus dem Bereich Endanwender und Konsumgüterindustrie vorgestellt.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
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