China wird zum Stabilitätsanker in Südostasien
(Frankfurt am Main) - Während die deutschen Elektroexporte nach Südostasien (ohne China) in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 um mehr als 30 Prozent rückläufig waren, gaben die deutschen Exporte nach China im gleichen Zeitraum nur um fünf Prozent nach. Im Mai legten die Exporte der Elektroindustrie gegenüber dem Vorjahr sogar wieder um sechs Prozent zu. Auf diese Weise stieg die relative Bedeutung Chinas als Absatzmarkt für deutsche Elektroprodukte in Südostasien auch in der Krise weiter an. So ging im Jahr 2007 erst ein Drittel (33,3 Prozent) aller deutschen Südostasien-Exporte nach China. Im Jahr 2008 stieg dieser Anteil schon auf 37,4 Prozent. Und in den ersten fünf Monaten diesen Jahres machte der `Drache´ nochmals einen "Riesensatz" auf einen Anteil von 43,2 Prozent.
Importseitig ist die chinesische Vorrangstellung sogar noch augenfälliger. Von Januar bis Mai 2009 waren die Absolutwerte für die chinesischen Unternehmen im Gegensatz zum Vorjahr rückläufig - aber nicht so stark wie bei der südostasiatischen Konkurrenz. Somit gelang China eine weitere Steigerung des Anteils an den deutschen Gesamtimporten auf inzwischen 52,1 Prozent. Im Jahr 2008 übersprang der Anteil Chinas erstmals die 50-Prozent-Marke auf 51,7 Prozent. Bei einem Importwert von 49,0 Milliarden Euro entfielen 2008 allein 25,3 Milliarden Euro auf China. Bereits im Jahr 2007 kamen knapp 50 Prozent aller Lieferungen an Elektrotechnik und Elektronik, die Deutschland aus Südostasien erhielt, aus dem Reich der Mitte.
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Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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