Commerzbank: bundesweite Proteste gegen Personalabbau und Standortschließungen / 3.000 Beschäftigte betroffen
(Berlin) - In elf bundesweit gleichzeitig stattfindenden Betriebsversammlungen wollen sich am Mittwoch (16. August 2006) mehrere tausend Beschäftigte der Commerzbank über den geplanten Personalabbau und Standortschließungen informieren. Am Montag (14. August 2006) hatte ein Spitzengespräch zwischen Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat stattgefunden. Nach den Betriebsversammlungen sind in mehreren Städten Aktionen geplant. Nach Angaben der Ver-einten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) finden Betriebsversammlungen in Hamburg, Hannover, Bremen Dortmund, Essen, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München, Frankfurt und Wuppertal statt.
Wir befürchten, dass der tatsächliche Personalabbau wesentlich umfangreicher sein wird, als bisher von der Konzernspitze angegeben, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. Nach neuen Schätzungen der Betriebsräte und der Gewerkschaft könnten bis zu 3.000 Beschäftigte von den Planungen der Bank betroffen sein. Das Unternehmen will vor allem im Transaction-Banking und IT-Bereich, aber auch in der Kreditbearbeitung Personal abbauen, mit Auswirkungen auf den Vertriebsbereich. Seit Juli 2000 sind bereits 6.000 Stellen bei der Commerzbank gestrichen worden.
Foullong fordert, das Unternehmen müsse seine soziale Verantwortung wahrnehmen: Wer wie die Commerzbank Riesengewinne macht, darf die Beschäftigten, die für den Erfolg gesorgt haben, nicht im Regen stehen lassen." Die Bank müsse die Pläne zurücknehmen, um Schaden für die Beschäftigten und die Bank abzuwenden.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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