Pressemitteilung | Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng)
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Darmkrebs unter 50? - Entwarnung für Deutschland

(Ulm) - Entgegen anders lautender Medienberichte und aktuellen Tendenzen in den USA gibt es in Deutschland keine Belege für gravierend ansteigende Zahlen der Darmkrebserkrankungen bei Menschen unter 50 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Expertenrunde, die auf Initiative der Stiftung Lebensblicke die Lage in Deutschland erörtert hat.

„Die Entwicklung in den USA kann nicht auf Deutschland übertragen werden. Es gibt bei uns keine Darmkrebs-Pandemie in der jungen Generation“, berichtet der Darmkrebsexperte der Stiftung Lebensblicke und ehemalige Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng), Dr. Dietrich Hüppe. "Die absoluten Zahlen sind rückläufig, Die Inzidenz bleibt stabil. Nur
in der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen gibt es einen leichten Anstieg.“

Grundlage für die Einschätzung sind Daten des Robert Koch-Instituts, nach denen 94,5 Prozent aller Darmkrebsfälle bei über 50-Jährigen zu verzeichnen sind. 2023 erkrankten 3024 Menschen unter 50 Jahren an Darmkrebs, 80 Prozent der betroffenen Männer und 77 Prozent der betroffenen Frauen galten fünf Jahre nach der Behandlung als geheilt.

„Symptome wie Blut im Stuhl sollten auch bei Menschen unter 50 Jahren immer zeitnah abgeklärt werden“, erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen. „Ein Screening sollte nur bei erhöhtem Risiko durch familiäre oder erbliche Vorbelastung erfolgen. Für Menschen über 50 ist die Darmkrebsvorsorge dagegen von unschätzbarem Wert: Sie kann Darmkrebs verhindern bzw. gute Heilungschancen sichern!“

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng), Holdergärten 13, 89081 Ulm, Telefon: 09421 88500

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