Pressemitteilung | BAKA e.V. - Bundesverband Altbauerneuerung
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„Das Mittel der Wahl kann nur der Bedarfsausweis sein“

(Berlin) - Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion um die Frage, wer einen Energieausweis ausstellen darf und wie dieser aussehen wird, nimmt der BAKA Stellung: Nur der Bedarfsausweis sorgt für mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand.

Die Diskussion um die Frage „Bedarfs- oder Verbrauchsausweis“ hält nach wie vor an. Eine generelle Wahlfreiheit hält der BAKA grundsätzlich für falsch. „Wir stellen auch in unserem internen Feldversuch fest, dass Eigentümer durch die öffentliche Diskussion mehr verunsichert werden, als dass sie ihnen nützt. Im Gegensatz beispielsweise zu Autos oder Kühlschränken, meinen wir, dass nur die Bedarfsberechnung als physikalisch neutrale Aussage der richtige Weg sein kann – das heißt, der Bedarfsausweis“, so Ulrich Zink, Vorstandsvorsitzender des BAKA. „Die Angabe des Verbrauchs allein hat keine Aussagekraft, da sie keine Vergleichbarkeit bietet.“

Der BAKA kann sich auf keinen Fall vorstellen, dass der Verbrauchsausweis dauerhaft erhalten bleibt – vor allem nicht in einem Wahlverfahren. Dies wäre fatal! Um Haus- und Wohnungseigentümern entgegen zu kommen, wäre für eine bestimmte Übergangszeit ein Kompromiss denkbar: Nämlich ein Bedarfsausweis, der zusätzlich auch die Ergebnisse des konkreten Verbrauchs mit aufführt.

Der BAKA hat in seinem internen Feldversuch festgestellt, dass es auch bei kleineren Wohnhäusern zu erheblichen Abweichungen zwischen Bedarf und Verbrauch kommt. Ist dies nun auf das Nutzerverhalten zurückzuführen? „Ziel muss doch sein, künftig mehr Energie einzusparen. Dies kann und darf nicht am jeweiligen Nutzerverhalten festgemacht werden“, betont der Vorstandsvorsitzende.

Tatsache ist, dass niemand das eigentliche Nutzerverhalten differenziert kennt. Detailliertes Wissen hierüber ist vielleicht in zehn Jahren vorhanden, wenn alle Gebäudedaten komplett und richtig erfasst und die Zustände analysiert wurden. Dies muss erst noch erfolgen und dann mit „vergleichbaren“ einheitlichen Kriterien bewertet werden. Der BAKA unterstützt diese Maßnahmen mit dem Gebäudediagnosesystem idial, das dem Eigentümer Sicherheit in der Bewertung gibt und eine neutrale Basis für seine Maßnahmenentscheidung liefert.

Fazit:
Um ein neutrales und vergleichbares Ergebnis zu bekommen, das auch nicht durch nutzerrelevantes Verhalten unterwandert werden kann, fordert der BAKA den Bedarfsausweis, der – als Übergangsregelung für die nächsten zwei bis drei Folgejahre – mit den Verbrauchszahlen kombiniert ist.

Ergänzend sei gesagt: Durch eine Darlegung beider Angaben – Energiebedarf und -verbrauch – wird eine mögliche Differenz klar erkennbar. So können verhaltensabhängige Ergebnisse aufgezeigt werden. Dies kann sowohl für Mieter als auch für Eigentümer hilfreich sein. Es ermöglicht, die Potenziale einer Immobilie zu erkennen und zu nutzen.

Wir fordern die Regierung daher auf, diese grundsätzlichen Rahmenbedingungen zu beachten und einen entsprechenden Energieausweis nach „Bedarf“ mit der zusätzlichen Information „Verbrauch“ umzusetzen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V. (BAKA) Pressestelle Elisabethweg 10, 13187 Berlin Telefon: (030) 4849078-55, Telefax: (030) 4849078-99

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