Pressemitteilung | Deutsches Studierendenwerk
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Das neue Elterngeld benachteiligt Studierende

(Berlin) - Das von der Bundesregierung geplante neue Elterngeld benachteiligt Studierende mit Kind, kritisiert das Deutsche Studentenwerk (DSW). Zur heutigen (03. Juli 2006) öffentlichen Anhörung im Bundestag erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Bisher konnten Studierende mit Kind für zwei Jahre Erziehungsgeld in Höhe von 300 Euro im Monat beziehen. Das neue Elterngeld in gleicher Höhe soll aber höchstens 14 Monate lang ausgezahlt werden – das sind immerhin 3.000 Euro weniger.“ Für studierende Eltern seien 300 Euro im Monat eine erhebliche Summe. „Ledige Studierende mit Kind haben durchschnittlich rund 960 Euro im Monat zur Verfügung, bei den Verheirateten sind es 1.270 Euro. 300 Euro weniger belasten studierende Eltern spürbar“, betont Meyer auf der Heyde. Für ihn ist klar: „Der vorliegende Vorschlag zum Elterngeld widerspricht der von der Bundesregierung immer wieder betonten Absicht, Studium und Elternschaft frühzeitig und stärker fördern zu wollen.“

Laut der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks haben derzeit 6 Prozent der rund zwei Millionen Studierenden Kinder; rund die Hälfte der Kinder ist unter drei Jahren alt.

53 der 61 Studentenwerke in Deutschland betreiben oder unterstützen insgesamt 157 Kinderbetreuungseinrichtungen mit über 5.100 Plätzen. „Die Studentenwerke bemühen sich weiterhin, ihre Angebote auszubauen“, sagt Meyer auf der Heyde, „aber wenn die Rahmenbedingungen für ein Studium mit Kind tatsächlich verbessert werden sollen, dann sind nicht nur gute Betreuungsangebote, sondern auch finanzielle Anreize nötig. Dies erfüllt das neue Elterngeld nun gerade nicht.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Studentenwerk e.V. Stefan Grob, Referatsleiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Monbijouplatz 11, 10178 Berlin Telefon: (030) 297727-0, Telefax: (030) 297727-99

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