Pressemitteilung | Deutscher Derivate Verband e.V. (DDV)

DDV legt Positionen zur Bundestagswahl vor

(Berlin) - In einem fünf-Punkte-Papier formuliert der Deutsche Derivate Verband (DDV) erstmals Erwartungen und Wünsche an die neue Bundesregierung. Angesichts steigender Wertpapiervermögen und Wertpapierdepots in Deutschland macht sich der Verband für gute Rahmenbedingungen für Wertpapierinvestments stark: "Deutschland braucht eine moderne und robuste Investmentkultur", forderte Dr. Henning Bergmann, geschäftsführender Vorstand des DDV, heute beim 13. Deutschen Derivate Tag in Frankfurt. Dazu zählen für den DDV in erster Linie gute steuerliche Rahmenbedingungen, eine verbreiterte und vertiefte Finanzbildung, vereinfachte und besser vergleichbare Anlageinformationen sowie eine Erhöhung des Sparerfreibetrags. "Je mehr Menschen Geld in Wertpapiere investieren, für desto mehr stellt sich die Frage, ob sie sich schon mit Zertifikaten beschäftigt haben." Die Vorteile dieser Produktgattung liegt in ihrer Vielfalt an Risikoklassen und Laufzeiten, so dass es praktisch in jeder Marktphase und für jeden Anlagebedarf vorteilhafte Ausgestaltungen gibt.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sieht der DDV als Entwicklungen an, die die Finanzbranche dauerhaft verändern werden. "Nachhaltigkeit wird zur neuen Dimension bei der Geldanlage, neben Faktoren wie Laufzeit, Rendite und Risiko. Mit strukturierten Wertpapieren lassen sich verschiedene Nachhaltigkeitsstrategien verfolgen. Auch 'dunkelgrüne' Anlageformen zählen dazu. Wir erhoffen uns von der Politik, dass diese zukünftig regulatorisch stärker berücksichtigt werden", so Bergmann. Die weitere Digitalisierung von Wertpapieranlagen stellt sowohl die Kreditwirtschaft, die Anlegerinnen und Anleger als auch Regulatoren vor neue Herausforderungen. "Es braucht für alle Formen elektronischer Wertpapiere gleiche aufsichtsrechtliche Bedingungen in Form eines level playing fields. Die Industrie ist gefragt, sichere und zuverlässige Systeme zu schaffen, die bestmöglich vor Angriffen von außen schützen und somit ein Höchstmaß an Anlegerschutz bieten. Anlegerinnen und Anleger werden zukünftig noch schneller und flexibler ihre Anlageentscheidungen treffen können - sie brauchen daher zunehmend auch digitale und mediale Kompetenzen."

Dem DDV ist es ein großes Anliegen, dass der europäische und somit auch der deutsche Finanzmarkt leistungsstark und wettbewerbsfähig gegenüber der internationalen Konkurrenz dasteht. Dazu können die nationale und europäische EU-Aufsichtsbehörden einen großen Beitrag leisten. Der DDV spricht sich daher für eine Ausweitung ihres Mandats aus. Bergmann: "Das Mandat der Europäischen Wertpapieraufsicht ESMA als Regel- und Standardsetzerin und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht muss zukünftig auch die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Finanzmarktes umfassen. Das würde die EU-Kapitalmarktunion und somit auch den Finanzmarkt entscheidend stärken. Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick in die USA und wohl bald auch nach Großbritannien, wo die Aufsichtsbehörden über entsprechende Mandate verfügen."

Der Deutsche Derivate Tag findet in diesem Jahr - nach Corona-Pause im Jahr 2020 - wieder mit einer - wenn auch eingeschränkten - Präsenz statt. Erstmals kann man die Veranstaltung in vollständiger Länge live über das Internet verfolgen. Alle Reden und Diskussionen des 13. Deutschen Derivate Tags stehen nach der Veranstaltung auf dem Youtube-Kanal des DDV zur Verfügung.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Derivate Verband e.V. (DDV) Michaela Roth, Pressesprecherin Pariser Platz 3, 10117 Berlin Telefon: (030) 400047515, Fax: (030) 400047566

(mj)

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