Der VFA zur Informationspolitik des IQWiG: Das IQWiG-Kuratorium als Feigenblatt?
(Berlin) Gestern (21. Februar 2007) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Vorbericht zur Hypertonie veröffentlicht. Das Kuratorium des IQWiG - eigentlich beauftragt, das IQWIG wissenschaftlich zu beraten und seine Arbeit kritisch zu begleiten - erhielt den Vorbericht erst nach der Veröffentlichung. Im Gegensatz dazu hatten Journalisten eines Printmediums offenbar schon lange vorher Zugang zu dem Vorbericht.
Dazu erklärt Dr. Steffen Wahler, Geschäftsführer Gesundheitsökonomie des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA): "Wenn Journalisten offizielle Prüfberichte zeitlich vor dem Kuratorium erhalten, dann muss ich fragen, wozu das Kuratorium dienen soll. Als Feigenblatt für den wissenschaftlichen Anstrich des IQWIG?
Entscheidende Fragen der Nutzenbewertung von Medikamenten gehören vor die gesetzlich vorgesehenen Gremien, dann an die Medien - und zwar an alle Medien. Mit dem aktuellen Vorgehen wird das Kuratorium des IQWiG desavouiert. Und durch Hinterzimmergeschäfte benachteiligt man alle anderen Journalisten."
Hintergrund: Die Aufgabe des Kuratoriums des IQWiG ist, das Kölner-Institut wissenschaftlich zu beraten und die Arbeit kritisch zu begleiten. Es hat 30 Mitgliedern aus Patientenorganisationen, Leistungserbringern und Sozialpartnern.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA)
Dr. Jochen Stemmler, Pressesprecher, Gesundheit und Wirtschaft
Hausvogteiplatz 13, 10117 Berlin
Telefon: (030) 206040, Telefax: (030) 20604222
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