Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Deutsche Rentenversicherung: mehr als 800 Ärzte im Ausstand

(Berlin) - Dem Streikaufruf des Marburger Bundes sind heute (8. Dezember 2009) bundesweit mehr als 800 der insgesamt rund 2000 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung gefolgt. An der zentralen Kundgebung der Ärztegewerkschaft in Berlin nahmen 200 Ärzte aus den Rehakliniken und Verwaltungsstellen der Rentenversicherung teil. "Sollten die Arbeitgeber bei ihrer sturen Haltung bleiben, werden wir die Streiks in den kommenden Wochen intensivieren", kündigte der 2. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Andreas Botzlar, bei der Demonstration in Berlin an.

Mittel- und unmittelbar würden von den Streiks mehrere hunderttausend Patienten und Versicherte betroffen sein. In den Verwaltungen der Rentenversicherer würden Ärzte beispielsweise Versichertenanträge auf Rehabilitation zunächst nicht bearbeiten. Zudem soll in den bundesweit rund 100 Reha-Kliniken die Patientenaufnahme gestört werden. Im Schnitt erhalten jährlich zirka 900.000 Patienten ambulante und stationäre Reha-Maßnahmen. Gleichzeitig bearbeiten die DRV-Ärzte pro Jahr rund 1,5 Millionen Anträge auf medizinische Rehabilitation.

Der Marburger Bund betonte, dass bei sämtlichen Streikmaßnahmen kein Patient gefährdet und eine Notfallversorgung stets sichergestellt werde. Botzlar: "Wir streiken für unsere Patienten, die Anspruch auf ausgeruhte und motivierte Ärzte haben." Der Marburger Bund beklagt in den Sozialmedizinischen Diensten und in den Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung eine miserable Arbeitssituation, ärztefeindliche Tarifbedingungen, Personalmangel und Unterbezahlung. So verdiene ein Facharzt in einer DRV-Klinik rund 14 Prozent weniger, als ein Kollege in einem kommunalen Krankenhaus. "Die Schere zwischen der zweitklassigen Bezahlung im DRV-Bereich und den tarifüblichen Gehältern anderer Kliniken wird noch weiter auseinander gehen, wenn nicht zeitnah ein zustimmungsfähiges Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch liegt", sagte Botzlar.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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