Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Deutsche Telekom: Kurswechsel statt Billiglöhne

(Berlin) - Angesichts sinkender Umsatzerwartungen bei der Deutschen Telekom AG im laufenden Jahr hält die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen Kurswechsel des Konzerns für überfällig: „Der Personalabbau der vergangenen Jahre hinterlässt jetzt seine Spuren. Mit den Beschäftigten hat das Management auch die Kunden ziehen lassen. Damit muss jetzt Schluss sein und ebenso mit der Bedrohung von Einkommen und Arbeitsbedingungen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder.

Deutlich werde die Fehlentwicklung etwa an der jüngsten Ausgliederung zweier Standorte der Call-Center-Tochter VCS in Suhl und Erfurt mit 400 Arbeitnehmern an einen mittelständischen Betreiber. Dort seien die Löhne deutlich niedriger. Während Gehälter mittelfristig auf Billiglohnniveau gesenkt würden und die Beschäftigten um ihre Existenz fürchteten, verspreche die Telekom den Aktionären jedoch mit 72 Cent je Aktie eine Dividende in Vorjahreshöhe.

„Hier eine höhere Ausschüttung, dort sinkende Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen – das Telekom-Management handelt ungerecht. Nicht gegen, sondern nur mit den Beschäftigten lassen sich Kunden gewinnen, Umsätze und Gewinne steigern“, bekräftigte Schröder, der auch stellvertretender Telekom-Aufsichtsratsvorsitzender ist.

Gleichzeitig mahnte Schröder eine Regulierung an, die nicht einseitig gegen die Telekom gerichtet sei. Trotz intensiven Wettbewerbs auf dem Telekommunikationsmarkt behandle die Politik den Konzern noch immer wie einen Monopolisten: „Das ist falsch und letztlich gegen die Interessen der Beschäftigten gerichtet“, sagte er.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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