Deutsche Wirtschaft wächst 2007 mit 2,8 Prozent
(Berlin) - Die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2007 auf einem stabilen Expansionskurs. Das Wachstum wird sich in den nächsten Monaten mit beachtlichem Tempo fortsetzen, stellt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem jüngsten Konjunkturbericht fest. Die Industriekonjunktur laufe, angetrieben von einer kräftigen Investitionstätigkeit und einer weiterhin starken Auslandsnachfrage, auf hohen Touren. Die Bauwirtschaft habe ihre langjährige Krise offensichtlich überwunden. Die Beschäftigung steige spürbar, so dass sich der Konsum im Laufe des Jahres von dem Schock der Mehrwertsteuererhöhung erholen werde.
Im Jahresdurchschnitt rechnet der BVR für 2007 mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,8 Prozent.
Der Außenhandel bleibe 2007 eine wesentliche Triebkraft für die Konjunktur.
Die Weltwirtschaft werde wie in den vergangenen Jahren bei überschaubaren Risiken in der Größenordnung von 5 Prozent wachsen. Hiervon profitiere die deutsche Industrie weiterhin. Insgesamt werden die Exporte nach Schätzungen des BVR 2007 mit rund 9 Prozent nur wenig langsamer wachsen als im vergangenen Jahr. Bei einem Wachstum der Importe von rund 8 Prozent bedeutet dies, dass die Außenwirtschaft 0,9 Prozentpunkte zum erwarteten Wachstum beitragen werde.
Der Investitionszyklus bleibe auch in diesem Jahr intakt. Der aufgelaufene Modernisierungsbedarf und die starke Kapazitätsauslastung führten erneut zu einem kräftigen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen, zumal die Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen weiterhin günstig blieben. Gleiches gilt auch für die Finanzierungsbedingungen. Die Ausrüstungsinvestitionen werden, so der BVR, mit 7,5 Prozent in einer ähnlichen Größenordnung wie im vergangenen Jahr wachsen. Die Bauinvestitionen würden, nachdem sie jahrelang das Wachstum gebremst hätten, nach 2006 auch im Jahr 2007 zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen. Die Zunahme der Bauinvestitionen um rund 3 Prozent werde vom Wirtschaftsbau und vom öffentlichen Bau getragen, während es im Wohnungsbau allenfalls zu einer Stagnation komme.
Zusammen mit den sonstigen Anlagen werden die Bruttoanlageinvestitionen insgesamt in diesem Jahr einen Prozentpunkt zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen, erwartet der BVR.
Der private Verbrauch bleibe nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor. Der BVR geht jedoch davon aus, dass die insgesamt robuste Konjunktur sowie die anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung und die damit einhergehende Verbesserung der Einkommensperspektiven dem privaten Konsum im Verlauf des Jahres spürbaren Auftrieb verleihen werden. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte werde in diesem Jahr um gut 2,5 Prozent steigen. Bei einer unveränderten Sparquote von rund 10,5 Prozent und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,6 Prozent, ergibt sich so der BVR ein Anstieg des realen privaten Verbrauchs von rund 1 Prozent. Zusammen mit dem staatlichen Verbrauch steuert der Konsum insgesamt damit 0,9 Prozentpunkte zum diesjährigen Wachstum bei. Vom Gesamtwachstum in Höhe von 2,8 Prozent entfielen somit 1,9 Prozentpunkte auf die inländische Verwendung und 0,9 Prozentpunkte auf den Außenbeitrag.
Am Arbeitsmarkt stehen, so der BVR, die Signale weiterhin auf Erholung. Die Zahl der Erwerbstätigen werde gegenüber 2006 voraussichtlich um rund 500.000 Personen zunehmen. Im Gegenzug sinke die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2007 auf rund 3,85 Millionen Personen.
Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Hauptgeschäftsstelle
Melanie Schmergal, Pressesprecherin
Schellingstr. 4, 10785 Berlin
Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

