Deutscher Hausärzteverband nach KBV-Vertreterversammlung: Echte Stärkung der hausärztlichen Seite ist nicht gewünscht
(Berlin) - Der Deutsche Hausärzteverband sieht in den Verhandlungsergebnissen der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom Freitag eine Bestätigung der traditionellen Vormachtstellung der Fachärzte in Deutschland. "Es ist wenig überraschend", so der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, "dass Änderungsanträge der hausärztlichen Seite, die dieses historische Fundament gefährlich ins Wanken bringen können, selbstredend von der Mehrheit der Vertreterversammlung abgelehnt werden."
Die hausärztlichen Vertreter wollten mit einem Änderungsantrag der KBV-Satzung eine gleichberechtigte Stellung der Vorstandmitglieder sowie ein eigenes Antrags- und Abstimmungsrecht der Versorgungsbereiche erreichen. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass beide Vorsitzende künftig in der Ausübung ihres Ressorts die gleichen Rechte haben und niemand in der Ausübung behindert wird.
Durch die jüngste Vertreterversammlung habe sich stattdessen gezeigt, dass eine echte Stärkung des hausärztlichen Vorstandes nicht gewünscht sei, so Weigeldt.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hausärzteverband e.V., Büro des Bundesvorsitzenden Berlin
Kirsten B. Schröter, Pressesprecherin
Bleibtreustr. 24, 10707 Berlin
Telefon: (030) 88714373-35, Fax: (030) 88714373-40