Pressemitteilung | Deutscher Hausärzteverband e.V.

Deutscher Hausärzteverband unterstützt Initiativen im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen - bessere Koordination von Antibiotika-Verordnungen notwendig

(Berlin/Köln) - Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt die aktuellen Initiativen zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen und fordert eine bessere Koordination von Antibiotika-Verordnungen. "Die Zunahme von Antibiotika-Resistenzen stellt eine ernsthafte Gefahr dar. Im Interesse der Patientinnen und Patienten muss die Verordnung von Antibiotika dringend besser koordiniert werden, um beispielsweise unnötige Doppelmedikationen zu vermeiden und so die Anzahl der verschriebenen Antibiotika dauerhaft zu reduzieren", sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, heute in Berlin.

"Hausärztinnen und Hausärzte sind diejenigen, die ihre Patienten am besten kennen und ohnehin einen Großteil der Behandlungsfälle abschließend klären. Es wäre im Hinblick auf einen sinnvollen Einsatz von Antibiotika vernünftig, die Verantwortungen zu bündeln und den Hausärztinnen und Hausärzten immer sämtliche Informationen über Medikamentenverschreibungen unverzüglich zukommen zu lassen", so Weigeldt. Dies geschehe im Rahmen der kollektivvertraglichen Versorgung noch deutlich zu selten.

Darüber hinaus stellt auch die bessere Aufklärung der Patientinnen und Patienten über die Risiken einer Überversorgung mit Antibiotika einen wichtigen Ansatz dar. "Gerade wir Hausärztinnen und Hausärzte sehen uns hier in der Verantwortung, unseren Patienten zu erläutern, dass eine medizinisch nicht notwendige antibiotische Behandlung auch schädlich sein kann", so Weigeldt weiter.

Der Deutsche Hausärzteverband setzt sich seit langem für eine dauerhafte Reduzierung der Antibiotika-Verschreibungen ein, beispielsweise mit einer Aufklärungskampagne im Rahmen des Vertrages zur Hausarztzentrierten Versorgung in Rheinland-Pfalz, gemeinsam mit der DAK Gesundheit. Auch in den Fortbildungsangeboten des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IhF) wird die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen regelmäßig thematisiert und erörtert.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hausärzteverband e.V., Büro des Bundesvorsitzenden Berlin Bleibtreustr. 24, 10707 Berlin Telefon: (030) 88714373-35, Fax: (030) 88714373-40

(sy)

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