Deutsches Bäckerhandwerk: Biospritpolitik weiter zurückfahren!
(Berlin) - Immer stärker rückt der Zusammenhang von Lebensmittelknappheit und einer verfehlten Politik zur Förderung nachwachsender Rohstoffe in das Bewusstsein von Poli-tik und Öffentlichkeit. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, der schon bei den Rohstoffpreissteigerungen der Jahre 2006 und 2007 auf diesen zwingenden Zusammenhang hingewiesen hat, hält die jüngsten Beschlüsse der EU-Umweltminister sowie des zuständigen EU-Kommissars Dimas für völlig verfehlt. Präsident Peter Becker: Wer immer noch an der Förderung von Biokraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene festhalten will, hat nicht erkannt, welche unabsehbaren Konsequenzen dies für eine ausreichende und umfassende Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Le-bensmitteln haben wird. Die Rohstoffkonkurrenz zwischen Lebensmitteln, Futtermitteln und zur Energieerzeugung nachwachsenden Rohstoffen wird sich weiter verschärfen, wenn jetzt nicht durch Sofortmaßnahmen Druck aus dem Markt herausgenommen wird. Bundesminister Gabriel sollte aus dem Scheitern seiner Biospritzusatzverordnung endlich die Konsequenz ziehen, auf staatliche Fördermaßnahmen zu Lasten einer bezahlbaren Lebensmittelproduktion gänzlich zu verzichten.
Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Groebel: Ein solcher Verzicht entspricht auch dem Ergebnis des aktuellen Gutachtens des wissenschaftlichen Beirates Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Der Beirat empfiehlt, die Förderung auf solche Bioenergielinien auszurichten, die nicht in Konkur-renz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Vielleicht kann dieses Gutachten ja im Weg des Postaustauschs zwischen den beteiligten Ministerien auch vom zuständigen Bun-desminister Gabriel eingesehen werden!
Die derzeitigen Beimischungsgrenzen führen eindeutig zu einer weiteren Verschärfung der Konkurrenz zwischen Teller und Tank. Die zwangsläufig daraus folgende Preisent-wicklung wirkt sich besonders zum Nachteil der kleinen und mittleren Betriebe des Bä-ckerhandwerks aus; damit werden nicht nur zahlreiche selbstständige Unternehmerexis-tenzen, sondern ungleich mehr Arbeitsplätze ohne Not gefährdet.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.
Diana Kohzer, Referatsleiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Neustädtische Kirchstr. 7a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2064550, Telefax: (030) 20645540
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