Die alternde Gesellschaft zeigt sich auf den Radarschirmen des Gesundheitssystems
(Berlin) - Im Jahr 2006 betrugen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel 25,9 Mrd. Euro und sind mit 2,0 Prozent (= 516 Mio Euro) weit weniger stark gestiegen als im Vorjahr. Die moderaten Umsatzsteigerungen bei den Arzneimittelausgaben im Jahr 2006 müssen vor dem Hintergrund interpretiert werden, dass eine älter-werdende Gesellschaft zwangsläufig einen Mehrverbrauch von Medikamenten nach sich zieht. Das ist eine Erkenntnis des gerade bei Urban & Vogel erschienenen Arzneimittel-Atlas 2007.
Der Autor Prof. Dr. Bertram Haeussler zieht folgende Bilanz: "Der Arzneimittel-Atlas basiert darauf, dass Veränderungen bei den Arzneimittelausgaben der GKV indikationsweise betrachtet werden. Dabei hat sich gezeigt, dass ca. 70Prozent der Steigerungen auf weit verbreitete chronisch-somatische Erkrankungen wie Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Rheuma und Diabetes zurückführen sind. Damit treten die Folgen einer alternden Gesellschaft mit ihren typischen Erkrankungen zunehmend deutlicher zu Tage."
Dazu erklärt Andreas Krebs, Mitglied des Vorstandes des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und Geschäftsführer der Wyeth Pharma GmbH: "Der Umgang der Gesellschaft mit diesen Kosten ist die Nagelprobe, wie ernst wir es damit meinen, eine qualitativ gute, medizinische Versorgung für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen. Wer den Menschen suggeriert, die dabei entstehenden Kosten ließen sich im Laufe der Zeit - gleichsam nebenbei - aus der GKV heraussparen, sollte dazusagen, dass dies ein Absinken des Versorgungsniveaus der Patienten bedeuten würde. Demgegenüber bleibt für uns forschende Arzneimittelhersteller die kontinuierliche Verbesserung der medizinischen Versorgung gesundheitspolitisch erstes Ziel. Man muss also zum Verständnis des Arzneimittelmarktes primär eine medizinische Diskussion führen. Diese Diskussion wiederzubeleben, auf Basis einer Analyse, die nach medizinischen Themen differenziert, ist das Verdienst des Arzneimittel-Atlas."
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA)
Pressestelle
Hausvogteiplatz 13, 10117 Berlin
Telefon: (030) 206040, Telefax: (030) 20604222
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