Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Die kommunalen Arbeitgeber müssen sich bewegen / Mauz: Eigener Tarifvertrag für Ärzte unabdingbar

(Berlin) - Die Jungen Ärzte im Hartmannbund sehen zu einem eigenen Tarifvertrag für Ärzte keine Alternative! "Die kommunalen Arbeitgeber müssen endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, wir Ärzte wollen endlich nach Leistung bezahlt werden", bekräftigte Dr. Uwe Mauz, Vorsitzender der Jungen Ärzte.

Mauz warnte die Arbeitgeber ausdrücklich vor den möglichen Folgen ihrer Verweigerungshaltung. "Jahrzehntelang wird auf Kosten der Ärzte gewirtschaftet, 50 Millionen unbezahlte Überstunden jährlich werden beharrlich ignoriert und die Ärzte zusätzlich mit immer mehr Bürokratie überladen. Das Maß voll ist!", sagte der Mediziner. Deshalb könne die Entschlossenheit der angestellten Ärzte, den Streik fortzusetzen auch durch vielfältige Einschüchterung nicht gebrochen werden. Als "ermutigendes Signal" bewertete Mauz, dass die Blockadehaltung des VKA (Verein kommunaler Arbeitgeber) inzwischen von immer mehr Arbeitgebern durchbrochen werde. So hätten zum Beispiel die Stadt Stuttgart, der Krankenhaus-Verbund "Klinikverbund Südwest GmbH", der Landkreis Karlsruhe inzwischen erkannt, dass ihre Ärzte leistungsgerecht bezahlt werden müssten.

Als " unfair und der Sache nicht dienlich" bezeichnete Mauz den Versuch, die einzelnen Berufsgruppen im Krankenhaus gegen die Ärzte auszuspielen. Entschieden warnte er vor einer Neiddebatte, die den Arbeitsfrieden in den Kliniken empfindlich stören könne. "Die Arbeit der Ärzte ist nun einmal für die Krankenversorgung unabdingbar - sie verursacht aber höchstens 20 Prozent der gesamten Personalkosten", betonte er. Bisher hätten die Ärzte nie anderen Berufsgruppen deren Tarifforderungen geneidet und würden dies auch weiterhin nicht tun.

Wenig beeindruckt zeigte sich Mauz von der Drohung der Arbeitgeber mit Klinikschließungen. Zu Schließungen werde es zwangsläufig vor allem dann kommen, wenn die Kliniken keine Ärzte mehr fänden, die Ihnen unterbezahlt die Arbeit machten.

"Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen darf nicht aufhören. Die Jungen Ärzte im Hartmannbund rufen alle niedergelassenen und angestellten Ärzte dazu auf, den Arbeitskampf durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen", sagte Mauz abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Michael Rauscher, Pressesprecher Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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