Pressemitteilung | Verband Fenster + Fassade (VFF)
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Die Krise verliert ihren Schrecken / Fensterboom dank Konjunkturpaket II, Fördermitteln und Modernisierungen

(Frankfurt am Main) - Die Wirtschaftskrise verliert für die deutsche Fensterbranche ihren Schrecken. Laut einer aktuellen Mitgliederbefragung des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) für den Zeitraum Januar bis einschließlich September 2009 geht es dank des verstärkten Einsatzes staatlicher Fördermittel und der steigenden Popularität energetischer Modernisierungsmaßnahmen weiter aufwärts. Mehr als 45 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Umsatzsituation als besser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, rund 40 Prozent berichten von gleichbleibenden Umsätzen und lediglich rund 15 Prozent bewerten die aktuelle Lage als rückläufig. Insgesamt positiv entwickelte sich auch die Angebotsnachfrage: Die Rahmenmaterialien Holz, Holz-Metall, Metall und Kunststoff vermelden bessere Werte als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland gibt es rund 7.200 Fensterbaubetriebe mit etwa 100.000 Beschäftigten. Der Umsatz lag 2008 bei rund 8,5 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte die Branche laut Verband ein leichtes Umsatzplus.

"Wir sind sehr dankbar für das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung. Es hat die Folgen der Krise nicht nur abgefedert, sondern die Wirtschaftskraft einer ganzen Branche neu belebt", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des VFF. Zusätzlich werde die Sonderkonjunktur der Branche durch die KfW-Förderprogramme und die Akzeptanz der Produkte durch modernisierungswillige Hausbesitzer gestützt. "Damit schaffen wir Beschäftigung in Deutschland. Und mit jedem energetisch modernisierten Gebäude sinkt der Energieverbrauch - das reduziert die Abhängigkeit von Energieimporten", erklärt der Fensterexperte.


Fenster und Haustüren melden steigende Umsätze

In der Fensterbranche geht es in nahezu allen Bereichen aufwärts. Beim Rahmenmaterial Holz beurteilen 42 Prozent die Lage als besser, bei Holz-Metall 63 Prozent, bei Metall 33 Prozent und bei Kunststoff 67 Prozent. Auch der Bereich Haustüren zeigt für die ersten neun Monate 2009 bessere Werte als im Vorjahreszeitraum. 29 Prozent der Hersteller von Holztüren melden bessere Umsätze, bei Holz-Metall-Türen beurteilen 26 Prozent die Lage als besser, bei Metall sind die Umsätze bei 38 Prozent der Unternehmen gestiegen und im Bereich Kunststofftüren bei guten 53 Prozent der befragten Unternehmen. Fenster aus Holz und Metall zeigen ein ausgeglichenes Bild, während Holz-Metall- und Kunststoff-Fensterkonstruktionen sich am Markt stärker positionieren konnten. "Das liegt nach wie vor an den unterschiedlichen Vertriebswegen und an den Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009", so Tschorn. Den Erfolg von Holz-Metall-Fensterkonstruktionen und von Kunststoff-Fenstern macht er zusätzlich an den derzeit verstärkt durchgeführten energetischen Modernisierungen fest: "Das zeigt, dass die Aufträge aus dem Konjunkturpaket II endgültig im Markt angekommen sind."


Fassaden und Wintergärten setzen etwas weniger um

Schlechter ist die Lage bei den Fassadenkonstruktionen: "Stockende Umsätze im Gewerbesektor und im europäischen Ausland sorgen hier für einen Abwärtstrend", erklärt der Verbandsgeschäftsführer. Im Bereich Holz melden 43 Prozent der befragten Unternehmen rückläufige Umsätze. Positiver ist die Lage im Bereich Holz-Metall. 27 Prozent melden bessere Umsätze und nur 20 Prozent rückläufige Einnahmen. Ausgeglichener präsentiert sich der Metall-Bereich. 24 Prozent der Unternehmen melden bessere Umsätze und 38 Prozent rückläufige Zahlen. Bei Wintergärten ist der Trend über alle Rahmenmaterialien hinweg rückläufig. Am stärksten fällt diese Entwicklung beim Rahmenmaterial Holz aus. Hier melden 56 Prozent der Unternehmen schlechtere Umsätze, bei Holz-Metall sind es 42 Prozent, bei Metall 41 Prozent und bei Kunststoff 38 Prozent. "Dies liegt daran, dass Investitionen in Wintergärten kein typischer Bestandteil der aktuellen Sonderkonjunktur sind und eher saisonal getätigt werden", erklärt Tschorn.


Angebotsnachfrage steigt bei allen Rahmenmaterialien

Die Angebotsnachfrage für Fenster, Fassaden und Haustüren liegt teilweise deutlich über dem Vorjahr. Die Nachfrage nach dem Rahmenmaterial Holz bewerten 45 Prozent der Befragten als besser. Bei Holz-Metall stieg die Nachfrage bei 60 Prozent der Unternehmen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Bereich Metall. Nach Rückgängen im ersten Halbjahr gaben jetzt 34 Prozent der Unternehmen an, die Nachfrage ziehe wieder an. Besonders stark legte die Nachfrage bei Fenstern, Haustüren und Fassaden aus Kunststoff zu: 70 Prozent der Befragten melden bessere Werte, als im Vorjahreszeitraum. "Das beruht unserer Ansicht nach auf den jetzt eingehenden Aufträgen im Bereich öffentlicher Bauvorhaben, die auf dem Konjunkturpaket II beruhen, sowie auf dem langsam in Fahrt kommenden Anstieg gewerblicher Investitionen in Deutschland", erklärt Tschorn. "Außerdem macht sich die leichte Erholung der konjunkturellen Situation im restlichen Europa positiv bemerkbar."

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Ulrich Tschorn, Geschäftsführer Walter-Kolb-Str. 1-7, 60594 Frankfurt am Main Telefon: (069) 955054-0, Telefax: (069) 955054-11

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