Pressemitteilung | Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
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Dietmar Dath erhält Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2026

(Frankfurt am Main) - Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an den Journalisten, Schriftsteller und Übersetzer Dietmar Dath.

Die Begründung der Jury

„Dietmar Daths kritische Texte decken ein weites Spektrum an Themen ab, von der Belletristik – hier wäre das Genre Science-Fiction hervorzuheben – über Film und Pop-Kultur bis hin zu soziologischen und naturwissenschaftlichen Fragen (wie etwa der Quantenphysik), aber auch zu kulturellen Phänomenen, die sich gegen eine klare Einordnung sperren. Dabei gelingt es ihm, auf hohem sprachlichem Niveau auch schwierigste Werke zu erschließen, ohne ihnen ihre Komplexität zu nehmen. Dath geht mit einem großen Hintergrundwissen an die Literatur heran. In seinen Rezensionen gelingt es ihm, scheinbar inkommensurable Zonen der Wirklichkeit miteinander in Beziehung zu setzen, überraschende Parallelen und Interdependenzen zu entdecken und zugleich den Sinn für politische und existenzielle Fragen zu schärfen. Seine Texte zeichnen sich durch ihre gewitzte, durchkomponierte und wohltuend eigensinnige Sprachgestaltung aus.“

Die Preisverleihung

Ort: Leipziger Buchmesse, Halle 5, H 313, Forum „Die Unabhängigen“ der Kurt Wolff Stiftung
Termin: Donnerstag, 19.3.2026, 14 Uhr
Die Laudatio auf Dietmar Dath hält die Literaturwissenschaftlerin Franziska Bomski, seit 2024 stellvertretende Direktorin des Einstein Forums Potsdam. Das Grußwort spricht Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Der Preisträger

Dietmar Dath, geboren 1970 in Rheinfelden, ist Journalist, Schriftsteller und Übersetzer. Zunächst arbeitete er ab 1990 als Autor für Zeitschriften wie Titanic, Konkret, Heaven Sent und Spex, von 1998 bis 2000 als Chefredakteur von Spex – Das Magazin für Popkultur. Seit 2001 ist er mit einer Unterbrechung Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ab 2011 mit Schwerpunkt Film. Dath wurde mit dem Günther-Anders-Preis für Kritisches Denken (2018) und dem Siegfried-Kracauer-Preis für die beste Filmkritik (2020) ausgezeichnet. Er schreibt zudem Theaterstücke, Hörspiele, Sachbücher („Niegeschichte. Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine“, 2019) und Romane („Skyrmionen“, 2025). Mit seiner erzählenden Prosa war er mehrfach auf Long- und Shortlist beim Deutschen Buchpreis und dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Die Auszeichnung

Mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik würdigt die Jury literaturkritisches Schaffen in den deutschsprachigen Medien. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem Fachmagazin Börsenblatt des Technologie- und Informationsanbieters MVB vergeben und von der Klett-Stiftung gefördert.

Die Jury

Sechs Expert*innen bestimmen jedes Jahr, wer den Preis erhält: Alexandra Pontzen (Literaturwissenschaftlerin Universität Duisburg-Essen), Klaus Reichert (Ehrenpräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung), Klaus Schöffling (früherer Verleger), Michael Roesler-Graichen (Börsenblatt), Lilly Ludwig (Buchhändlerin) und Thorsten Ahrend (Programmleiter und Geschäftsführer Literaturhaus Leipzig).

Quelle und Kontaktadresse:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Thomas Koch, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Braubachstr. 16, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: 069 1306-0

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