Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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dju in ver.di: ARD-Verträge mit Ullrich gefährden Unabhängigkeit und Qualität der Berichterstattung

(Berlin) - Was in den letzten Tagen über die Verträge zwischen der ARD und Jan Ullrich, über jährliche Pauschalen und zusätzliche Siegprämien veröffentlicht wurde, angeblich: "um besondere Berichterstattungsmöglichkeiten über einen der prominentesten Sportler Deutschlands zu erhalten" (Zitat Günter Struve), erfüllt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di mit tiefer Besorgnis und mit Ärger.

Durch solche Vereinbarungen ist die journalistische Unabhängigkeit der Berichterstattung eines in besonderem Maße der Öffentlichkeit verpflichteten Mediums ebenso gefährdet wie seine Glaubwürdigkeit. Für diese Unabhängigkeit zahlen die Zuschauer ihre Gebühren! Wenn Berichterstatter und ihr Gegenüber zu Geschäftspartnern werden - und das auch noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ja selbst der Verantwortlichen in den Senderhierarchien, wie zu lesen war - , wird journalistischer Objektivität und Qualität die Basis entzogen, von den Grundlagen journalistischer Ethik ganz zu schweigen.

Solche Vereinbarungen gefährden damit aber auch das Ansehen und die Arbeitsplätze der dort tätigen Journalisten - nicht nur im Sport. Wie sollen sie in Zukunft die Frage nach ihrem journalistischen Selbstverständnis beantworten, wenn sie nicht wissen, was hinter ihrem Rücken ihr Arbeitgeber beziehungsweise dessen kommerzielle Töchter mit denen vereinbart haben, über die sie berichten sollen.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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