Pressemitteilung | Deutscher Philologenverband e.V. (DPhV)
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DPhV gratuliert Anna Stolz zur BMK-Präsidentschaft

(Berlin) – Der Deutsche Philologenverband (DPhV) gratuliert der bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, herzlich zur Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz unter ihrem Motto „Challenge up: Herzschlag und Hightech für Deutschlands Schülerinnen und Schüler!“ DPhV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing: „Wir wünschen ihr in ihrem Amt Durchsetzungskraft und Weitsicht für eine anspruchsvolle und zukunftsfähige Bildung in Deutschland. Wir freuen uns auf einen konstruktiven politischen Dialog mit Anna Stolz, die als verantwortungsbewusste Bildungspolitikerin den Beamtenstatus der Lehrkräfte stützt und chancengerechte Leistungssteigerung sowie Verlässlichkeit im Bildungswesen ebenso in den Blick nimmt, auch im Bereich des Digitalen. Wir haben hohe Erwartungen an sie.“

Der DPhV setzt sich dafür ein, dass der Beamtenstatus für Lehrkräfte in jedem Bundesland erhalten bleibt. Daher begrüßt der Verband, mit der neuen BMK-Präsidentin eine wichtige politische Streiterin für dieses Anliegen zu haben und erwartet angesichts der öffentlichen Diskussionen ihren entschlossenen Einsatz im Kreise der Bildungsminister und -ministerinnen. Lin-Klitzing: „Der Beamtenstatus für Lehrkräfte ist die Voraussetzung für die Gewährleistung der Schulpflicht in unserem grundgesetzlich gesicherten staatlichen Bildungssystem. Für die Stärkung unserer Demokratie erwarten wir auch, dass das Grundgesetz endlich verbindlich als konkreter Inhalt in die erste Phase der Lehrkräftebildung integriert wird“, adressiert Lin-Klitzing eine langjährige DPhV-Forderung an die neue BMK-Präsidentin.

Des Weiteren erwartet der Verband die Unterstützung der BMK-Präsidentin bei den Vorhaben der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK), nämlich ihr klares Bekenntnis zur Steigerung des Leistungsniveaus der gymnasialen Oberstufe, um die Studierfähigkeit der Abiturientinnen und Abiturienten zu steigern. Leistung und Leistungsbewertung müssen wieder in ein angemessenes Verhältnis gesetzt werden, damit schulische Abschlüsse ihre fachliche Aussagekraft behalten. „45 Prozent Leistung für ein Ausreichend (5 Punkte) in den Abiturklausuren ist zu wenig. Auch das bisherige Aufweichen der fachbezogenen Mindestanforderungen in der Gymnasialen Oberstufe wird der dringend benötigten fachlichen Qualitätssteigerung für eine allgemeine Studierfähigkeit unserer Abiturientinnen und Abiturienten nicht gerecht, wenn etwa sämtliche Grundkurse in Mathematik oder Deutsch unterhalb der Note Ausreichend, also unterhalb von 5 Punkten, eingebracht werden dürfen.

Da es in der Amtsperiode von Anna Stolz insbesondere um „Hightech für Deutschlands Schülerinnen und Schüler“ gehen soll, bedarf es aus Sicht des DPhV für eine zukunftsfähige, klug digital unterstützte Bildung, die auch KI-Anwendungen integriert und bestehende Defizite in der digitalen Infrastruktur überwindet, des kontinuierlichen politischen Einsatzes für eine Verdauerung des Digitalpakts. Aus Sicht des DPhV ist der Digitalpakt 2.0 zwar ein wichtiger Schritt, sein Umfang reicht jedoch nicht aus. Lin-Klitzing: „Immer nur Einzelpakete zu schnüren, ist nicht nachhaltig!“ Der Verband erwartet zudem hilfreiche und kluge Orientierungsregeln von der BMK zur Definition und zum Umgang mit Täuschungsversuchen von Schülerinnen und Schülern durch KI.

Bei weiteren möglichen Vorhaben der BMK für eine stärker datenbasierten Steuerung von Schule müssen aus Sicht des DPhV vorab – neben Datenschutz und Datensparsamkeit – in den Ländern vor allem die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden. Dies ist wichtig, um Zusatzbelastungen für Schulleitungen und Lehrkräfte zu vermeiden und vorhandene Überbeanspruchung zu senken. In diesem Zusammenhang ermuntert der Deutsche Philologenverband die BMK erneut zu einer Teilnahme an TALIS. „Es ist an der Zeit, dass die BMK auch solche Studien der OECD unterstützt, in der Lehrkräfte und Schulleitungen in Deutschland u.a. zu ihren Arbeitsbedingungen befragt werden“, erwartet Lin-Klitzing.

Der DPhV setzt darauf, dass Anna Stolz als Präsidentin der Bildungsministerkonferenz diese Anliegen mit Entschlossenheit und Dialogbereitschaft aufgreift und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit, um in diesem Jahr gemeinsam die Weichen für mehr Leistungsorientierung im deutschen Bildungswesen zu stellen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. (DPhV), Caroline Franke, Pressesprecher(in), Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin, Telefon: 030 40816781

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