Pressemitteilung | Deutscher Philologenverband e.V. (DPhV)
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DPhV zum Modellversuch „Gemeinschaftsschule“ in Berlin / „Von Ergebnisoffenheit keine Spur!“

(Berlin) - Als entlarvend und skandalös hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, die Tatsache bezeichnet, dass in der Begründung zum Entwurf des neuen Berliner Schulgesetzes die flächendeckende Einführung der Gemeinschaftsschule unabhängig vom Verlauf des Modellversuchs angestrebt wird.

„Offensichtlich wollen sich die Befürworter der Gemeinschaftsschule schon vorab gegen jegliche negative empirische Ergebnisse absichern und abschotten. Von einer Ergebnisoffenheit des Modellversuchs kann so wohl keine Rede sein!“, betonte der DPhV-Chef.

Meidinger erinnerte daran, dass wegen des offensichtlichen Alibi-Charakters des Schulversuchs sich eine Reihe von Parteien und Verbänden (CDU,FDP, Grüne, VBE, DPhV) aus dem dafür vom Senat eingerichteten Beirat bereits zurückgezogen hätten.
„Auch wenn jetzt die entsprechende Passage im Gesetzentwurf noch geändert wird, bleibt wohl kein Zweifel: Es ist der feste Wille der Berliner Koalitionsparteien, die Gemeinschaftsschule einzuführen und alle anderen Schularten einschließlich der Gymnasien abzuschaffen. Auf diese Weise wird die Bildungsqualität in Berlin noch weiter an Boden verlieren!“, sagte er.

Abschließend wies der Verbandsvorsitzende darauf hin, dass auch die geplante Abschaffung des Sitzenbleibens letztendlich zu einer Niveau-Absenkung führen werde, zumal, wenn den Schulen keine zusätzlichen Ressourcen für verstärkte Förderung zur Verfügung gestellt werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. im DBB Eva Hertzfeldt, Pressesprecherin Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40816781, Telefax: (030) 40816788

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