Pressemitteilung | Verband des Klinikmanagements Deutschlands e.V. (VKD)
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DRG-Forum: Nina Warkens optimistischer Blick auf das KHAG

(Berlin) - Wie wird die Situation der Krankenhäuser in einem Jahr aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gestern in ihrer Keynote zum DRG-Forum 2026. In der zweitägigen Veranstaltung in Berlin am 19. und 20. März diskutieren rund 2000 Teilnehmer aus Krankenhäusern, Institutionen und Politik die aktuellen Themen, Herausforderungen und Probleme der Krankenhäuser.

Nina Warken ging mit Blick auf die Änderungen am Reformgesetz durch das KHAG davon aus, dass der Bundesrat in der kommenden Woche das Gesetz ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses passieren lassen wird, auch wenn es noch Kritik aus den SPD-geführten Ländern gibt. Diese wurde auch deutlich formuliert. So forderte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzauer u.a. eine echte Auswirkungsanalyse zur aus Praxissicht untauglichen Vorhaltfinanzierung. Die PPUG-Regelungen (PPUG – Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung) müssten zudem zwingend aus dem Gesetz rausgenommen werden. Auch DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß, der eingangs in seinem Statement noch eine Aufbruchstimmung in den Krankenhäusern wahrzunehmen glaubte, wies darauf hin, dass diese Regelungen von rund 50 Prozent der Kliniken, darunter auch Universitätskliniken, nicht erfüllt werden könnten. Daher kann aus VKD-Sicht sicher angenommen werden, dass es über kurz oder lang, besser jedoch zeitnah, hier noch Änderungen geben muss, die tatsächlich praxistauglich sind.

Das Programm der Konferenz greift an beiden Tagen hochaktuelle Themen auf. So ging es gestern beim Schwerpunkt Klinikfinanzierung auch um die Hybrid-DRGs, die sogenannten Sofort-Transformationskosten und die Vorhaltefinanzierung. Alle drei Themen nach wie vor hoch umstritten in ihrer gesetzlich ausgestalteten Form. Zukunftsthema KI spielt mehrfach eine Rolle im Programm. Für Agaplesion wird das aber inzwischen konzernweit zum Standard gemacht. Die elektronische Patientenakte, die eigentlich Versorgungsprozesse effizient unterstützen soll, ist noch immer hoch komplex und stößt damit sowohl technisch als auch rechtlich an ihre Grenzen – ein Ärgernis und ein weiteres wichtiges Thema. Es ging gestern und geht am heutigen 2. Tag natürlich auch um die ambulante Notfallreform, um Ambulantisierung. Spannend auch die Frage, welche disruptiven Kräfte die nächsten zehn Jahre prägen werden. Immer wieder wird mit der Realität in den Kliniken verglichen. Eine Auswirkungsanalyse zur Krankenhausreform wird vorgestellt sowie die Ergebnisse des Fachkräftemonitorings der DKG. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Personalbemessung.

VKD-Pressesprecher Andreas Tyzak moderierte gestern die Session zum Thema Insolvenzverfahren. VKD-Präsident Dirk Köcher leitet heute die Session zum Thema Tarifverhandlungen, das er als Verhandlungsführer der VKA aus eigener Erfahrung bestens kennt. Auch Verbandsmitglieder sind an den zwei Kongresstagen als Teilnehmer dabei.

Veranstalter des DRG-Forums ist der Bibliomed-Verlag.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband des Klinikmanagements Deutschlands e.V. (VKD), Andreas Tyzak, Pressesprecher(in), Oranienburger Str. 17, 10178 Berlin, Telefon: 030 28885911

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