Pressemitteilung | Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV)

DSGV: Sparkassen steigern operatives Ergebnis um 12 Prozent / Jahresüberschuss trotz schlechter Konjunktur auf Vorjahresniveau

(Berlin) - Im Geschäftsjahr 2002 haben die 519 Sparkassen ihr operatives Ergebnis um 12 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro gesteigert. Auch bei den Landesbanken konnte nach den vorläufigen Zahlen das Ergebnis vor Bewertung leicht gesteigert werden. “Sparkassen und Landesbanken haben angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage ihre Leistungsfähigkeit klar unter Beweis gestellt. Ihre Geschäftsergebnisse sind gemessen an der Gesamtbranche ordentlich“, sagte Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes am 12. März bei der Bilanzpressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe in Frankfurt am Main.

Die Bilanzsumme der Sparkassen stieg in 2002 um 12,4 Mrd. Euro oder 1,3 Prozent auf 997,9 Mrd. Euro. Dabei erhöhten sich die Kundeneinlagen um 10,2 Mrd. Euro oder 1,5 Prozent auf 675 Mrd. Euro. Besonders stark nahmen hierbei liquide Anlageformen und höherverzinsliche Sichteinlagen zu.

Trotz der schwierigen Situation an den Börsen steigerten die Sparkassen den Wertpapiernettoabsatz von 10,4 Mrd. Euro in 2001 auf 11,5 Mrd. Euro. Hier spiegelt sich die gestiegene Wertpapierkompetenz der Sparkassen-Finanzgruppe wider. Die Anlagestrategie der Kunden verschob sich in 2002 zugunsten sicherer Wertpapieranlagen. Von diesem Anlagetrend profitierten die Rentenwerte mit einem Nettoabsatz von 2,4 Mrd. Euro, offene Immobilienfonds (Nettoabsatz 2,7 Mrd. Euro) und Geldmarktfonds (Nettoabsatz von 1,9 Mrd. Euro). Mit einem Nettoabsatz von 600 Mio. Euro erreichten Aktien nur die Hälfte des Vorjahreswertes.

Trotz sinkender Investitionen der Unternehmen hat die Sparkassen-Finanzgruppe als einzige kreditwirtschaftliche Gruppe in 2002 die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbständige ausgeweitet, nämlich um drei Milliarden Euro. Dies ist den Sparkassen und vor allem den Landesbanken zu verdanken. Die Sparkassen-Finanzgruppe verfügt jetzt in diesem Marktsegment über einen Marktanteil von 41,9 Prozent.

Das operative Ergebnis der Sparkassen stieg in 2002 deutlich um 12 Prozent. Beim Zinsüberschuss, der sich von 2,22 Prozent auf 2,31 Prozent der DBS entspannte, zeigte sich erstmals seit 1994 eine Trendumkehr. Der Provisionsüberschuss konnte mit 4,8 Mrd. Euro konstant gehalten werden und entsprach 0,49 Prozent der DBS.

Beim Verwaltungsaufwand, der auf 1,88 Prozent der DBS gesenkt werden konnte, zeigten sich erste Erfolge der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen. So konnten die Sachaufwendungen auf 0,75 Prozent der DBS und damit wieder auf den Stand von 1992 gesenkt werden. Die Personalaufwendungen stiegen um 1,5 Prozent; die Personalaufwandsquote sank damit auf 1,13 Prozent der DBS.

Aufgrund des verbesserten operativen Ergebnisses konnten die Sparkassen das auf -0,67 Prozent der DBS gestiegene Bewertungsergebnis verkraften. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf rund 3,7 Mrd. Euro oder 0,37 Prozent der DBS. Rund 1,6 Mrd. Euro an gewinnabhängigen Steuern zahlten die Sparkassen für das Geschäftsjahr 2002. Mit 2,1 Mrd. Euro bzw. 0,21 Prozent der DBS liegt der Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau.

Die Eigenkapitalrentabilität der Sparkassen liegt mit rund 9 Prozent etwa auf Höhe des Vorjahres. Die Aufwands-/Ertragsrelation konnte deutlich von 69,6 Prozent auf 66,5 Prozent verbessert werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV), Berlin Behrenstr. 31 10117 Berlin Telefon: 030/202250 Telefax: 030/20225250

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