Pressemitteilung | Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) - Büro Berlin
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Eigenanteile in der Pflege: Große Mehrheit wünscht sich betriebliche Vorsorge

(Berlin/Köln) - Mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Beschäftigten in Deutschland würden es begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine betriebliche Pflegeversicherung (bPV) zur Absicherung von Eigenanteilen im Pflegefall anbieten würde. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des PKV-Verbands. Für 64,2 Prozent wäre eine solche Absicherung sogar wertvoller als andere Zusatzleistungen wie ein Dienst-Handy oder Tickets für den öffentlichen Nahverkehr.

"Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter", sagt der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands, Thomas Brahm. "Insbesondere mit Blick auf die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege. Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern. Deswegen sollte die Politik dieses sinnvolle Vorsorgeinstrument stärker steuerlich fördern."

Betriebliche Krankenversicherung weiter im Aufwind

Die bPV gehört zur betrieblichen Krankenversicherung (bKV), die auch 2025 dynamisch gewachsen ist. Mittlerweile bieten 60.000 Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten eine vollständig arbeitgeberfinanzierte bKV an - ein Zuwachs von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (+8.200 Unternehmen).

Auch die Zahl der versicherten Personen steigt weiter deutlich: 2,82 Millionen Beschäftigte profitieren von einer betrieblichen Krankenversicherung - darunter rund 450.000 Personen von einer bPV. Das entspricht einem Plus von 14,8 Prozent bzw. 364.300 zusätzlichen Versicherten.

Attraktives Arbeitgeberinstrument - besonders für junge Fachkräfte

Die betriebliche Krankenversicherung bleibt zudem ein starkes Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte. Umfragen zeigen, dass rund 68 Prozent der Beschäftigten diese Zusatzleistung vom Arbeitgeber begrüßen würden. 55 Prozent der Beschäftigten würden eine bKV sogar wichtiger finden als andere Zusatzleistungen wie Jobtickets oder Mobiltelefone.

"In Zeiten eines sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels ist die bKV ein strategischer Vorteil für Unternehmen", betont Brahm. "Sie stärkt die Mitarbeiterbindung, erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und schafft gleichzeitig einen echten gesundheitlichen Mehrwert."

Wie funktioniert die bKV?

Die bKV versteht sich als Ergänzung zur Gesetzlichen Krankenversicherung und deckt Gesundheitsleistungen ab, die die Krankenkassen nicht oder nur zum Teil bezahlen, zum Beispiel hochwertigen Zahnersatz oder Wahlleistungen im Krankenhaus. Auch Auslandsreisekranken-, Krankentagegeld- oder eben Pflegezusatzversicherungen werden als bKV angeboten.

Die bKV bietet auch für Arbeitnehmer viele Vorteile. Weil gleich ganze Belegschaften versichert werden, können die Versicherer zum Beispiel auf eine Gesundheitsprüfung verzichten. Zudem wird der Versicherungsschutz oft auch für die Angehörigen der Beschäftigen mit angeboten.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) - Büro Berlin, Dominik Heck, Geschäftsführer(in) Kommunikation, Heidestr. 40, 10557 Berlin, Telefon: 030 204589-44

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