Pressemitteilung | (dbb) Beamtenbund und Tarifunion Berlin
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Einkommensrunde: Streik in Spielbanken und lauter Protest auf der Straße

(Berlin) - Beschäftigte der Finanzämter haben im Rheinland Spielbanken lahmgelegt und ihren Unmut über die Blockadehaltung der Länder auf die Straße getragen.

„Offenbar ist den Ländern gar nicht bewusst, was die Beschäftigten in den Finanzämtern Tag für Tag leisten“, sagte Oliver Preuß, Vorsitzender des Landestarifausschusses der Deutschen-Steuergewerkschaft NRW (DSTG) und stellvertretender Vorsitzender der DSTG Rheinland, auf einer Kundgebung in Düsseldorf am 20. Januar 2026. „Die Finanzverwaltung sorgt für die finanzielle Grundlage des Staates. Ohne uns gäbe es keine Mittel für Straßen, Schulen, Universitäten und Polizei, um nur einige zentrale Bereiche der Daseinsfürsorge zu nennen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft. Die Blockadehaltung der Länder ist eine Zumutung für die Beschäftigten und ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung!“

Spielbanken in Aachen und Monheim bestreikt
Spielbankrevisoren und -revisorinnen sorgen für einen fairen Spielbetrieb in Spielbanken. Sie sind bei den Finanzämtern angestellt, ohne sie ist kein Spielbetrieb möglich. „In Monheim haben die Kolleginnen und Kollegen den Betrieb um Mitternacht eingestellt, in Aachen haben sie ihren Dienst nicht angetreten“, sagte Preuß in Düsseldorf. „Somit findet am heutigen 20. Januar kein Spielbetrieb statt. Dieses starke Zeichen verdeutlicht: So geht es nicht!“ Angesichts des Personalmangels und der steigenden Arbeitsbelastung ist die gewerkschaftliche Forderung nach sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro, mehr als berechtigt, unterstrich Preuß auf der Kundgebung. „Wir müssen den öffentlichen Dienst konkurrenzfähig halten. Gute Leute gibt es nur für gutes Geld. Und wir können unseren Aufgaben nur gerecht werden, wenn wir ausreichend gute Leute haben.“

Nicht nur in Düsseldorf demonstrierten Beschäftigte der Finanzverwaltung: Weitere Kundgebungen fanden in Aachen, Bonn, Essen und Köln statt.

Hintergrund:
Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 vereinbart. Alle Informationen zur Einkommensrunde gibt es unter dbb.de/einkommensrunde.

Quelle und Kontaktadresse:
(dbb) Beamtenbund und Tarifunion Berlin, Alt-Moabit 96 a, 10559 Berlin, Telefon: 030 3279520

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