Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
Anzeige

Energie-effizientes Verbraucherverhalten wird sichtbar / Neue Stromzähler bieten Anreiz zum Stromsparen

(Frankfurt am Main) - Die guten alten schwarzen mechanischen Stromzähler haben bald ausgedient. Nach einer Erprobungsphase stellen die ersten Energieversorger jetzt auf neue intelligente elektronische Stromzähler für Haushalte um. Solche elektronischen Haushaltszähler (eHZ) und die entsprechenden Zählerplätze werden von verschiedenen Herstellern angeboten.

Die Zähler arbeiten digital und können mit künftigen Zusatzmodulen erweiterte Informationen liefern. So kann das lästige Ablesen entfallen, denn die Zähler können vom Energieversorger fernausgelesen werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass, wie vom ZVEI gefordert, monatliche Rechnungen erstellt werden können. Vom Telefon ist man solche monatliche Abrechnung gewohnt. Ergänzt werden kann dieses durch die zeitnahe Information auf einem Display, ähnlich einer kleinen Wetterstation oder in der grafischen Darstellung auf dem heimischen PC. „Der Vorteil liegt auf der Hand: Aktuelle Informationen über den Stromverbrauch motivieren zum Einsatz energie-effizienter Geräte und Handlungsweisen“, erläutert Dr. Reinhard Hund, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Installationsgeräte und -systeme. „Den Effekt energie-effizienter Geräte kann man sofort an der Stromverbrauchsinformation ablesen.“ Ursache für steigenden Stromverbrauch seien allerdings häufig nicht schlechte Gewohnheiten. Er könne auch ein Hinweis auf eine defekte Pumpe sein oder einen Gefrierschrank, der längst abgetaut werden sollte.

Kommt diese neue Zählertechnologie flächendeckend zum Einsatz, werden die Energieversorgungsunternehmen zeitvariable Tarife anbieten können. Über das reine Zählen der verbrauchten Kilowattstunden hinaus bietet der elektronische Haushaltszähler den Vorteil, auf je nach Tageszeit unterschiedliche Strompreise reagieren zu können. So steht bereits jetzt die Technologie zur Verfügung, um für Geräte mit hohem Stromverbrauch günstige Tarife nutzen zu können. Beispiele sind die Waschmaschine, die Spülmaschine und vor allem der Wäschetrockner. Mit zeitvariablen Tarifen könnte somit beispielsweise teurer Spitzenlaststrom zur Mittagszeit reduziert werden.

Steht viel Wind- oder Sonnenstrom zur Verfügung, würde in diesem Modell der Strompreis sinken. Erste Pilotprojekte unter dem Stichwort „Waschen mit der Sonne“ untersuchen solche Möglichkeiten. Insgesamt wird damit eine sinnvolle Integration erneuerbarer Energien angestrebt.

Auch für den Energieversorger bietet der neue Zähler Vorteile. Der regelmäßig notwendige Austausch gegen einen neuen geeichten Zähler kann ohne Stromabschaltung und schneller durchgeführt werden. Auch dies spart letztendlich dem Verbraucher Kosten.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige