Energieausweis: Bundesratsausschuss empfiehlt für alle Gebäudeeigentümer uneingeschränkte Wahlfreiheit zwischen Bedarfs- und Verbrauchsvariante / BSI appelliert an Bundesländer, auch spätere Einführung der Energieausweispflicht zu beschließen
(Berlin) - Die Empfehlung des federführenden Bundesratsausschusses für Wohnungsbau, beim Energieausweis für alle Gebäudeeigentümer eine uneingeschränkte Wahlfreiheit zwischen der Bedarfs- und Verbrauchsvariante zuzulassen, wird von der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) ausdrücklich unterstützt. Auch die spätere Einführung der Energieausweispflicht, für die vom Wirtschaftsauschuss des Bundesrates der 1. Juli 2008 vorgeschlagen wurde, verschaffe Vermietern und Eigentümern die notwendige Luft und vermeide Auftragsstaus.
Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist auf einen möglichst flexiblen Energieausweis angewiesen. Eine uneingeschränkte Wahlfreiheit trifft den Nagel auf dem Kopf, begrüßt Walter Rasch, der Vorsitzende der BSI und des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Wie von dem Ausschuss für Wohnungsbau gefordert, müsse EU-Recht auch in diesem Punkt Eins zu Eins in Deutschland umgesetzt werden. Die BSI appelliert an die Bundesländer, dem Vorschlag zur Wahlfreiheit auf der Bundesratsitzung am 8. Juni 2007 zu folgen und damit einen praxisgerechten Energieausweis umzusetzen.
Die längere Übergangsphase bei der Einführung des Ausweises verschafft den Unternehmen den dringend benötigten Spielraum, unterstützt Rasch eine um ein halbes Jahr spätere Einführung der Energieausweispflicht zum 1. Juli 2008. Damit wäre eine Kernforderung der BSI erfüllt, die bereits im Vorfeld eine mindestens zwölfmonatige Übergangsphase bis zur Vorlagepflicht gefordert hatte. Engpässe beim Energieausweis könnten dadurch gerade bei größeren Wohnungsbeständen verhindert werden.
Die Immobilienwirtschaft begrüßt den Vorschlag der Bundesratsausschüsse für Wohnen, Wirtschaft und Kultur, Baudenkmale von der Energieausweispflicht auszunehmen. Die Politik sollte einen Beitrag zum städtebaulichen Kulturerbe leisten, sagt der BSI-Vorsitzende. Wie die Ausschüsse richtig erkannt hätten, bieten denkmalgeschützte Bauten kein klimapolitisch relevantes Energieeinsparpotential.
Der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft gehören derzeit an:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW)
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
Haus & Grund Deutschland
Bundesfachverband Wohnungs- und Immobilienverwalter (BFW)
Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV)
Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
Oliver Falk, Pressesprecher
Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin
Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299
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