Pressemitteilung | Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz
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Energiegipfel: Rheinland-Pfalz muss Vorreiterrolle bei umweltfreundlicher Energiegewinnung übernehmen / Anlässlich des Energiegipfels von Bundeskanzlerin Merkel, erklärt Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete

(Berlin) - Anstatt auf umweltfreundliche Energiegewinnung, Energieeinsparung und- effizienz zu setzen, lässt sich die Große Koalition ihren Blick durch die großen Energiekonzerne trüben. Statt den Blick nach vorne zu richten und zukunftsfähige Energiepolitik zu betreiben, hört die Kanzlerin vor allem auf die Strommonopolisten und die Atomlobby, die über Zukunftsinvestitionen in Kraftwerkstechnik plaudern, die klima-schädlich sind.

Dabei ist die Klimaproblematik sowie die Verknappung und die Verteuerung von Öl, Gas und Kohle (und im Übrigen auch Uran) sowie anderer Rohstoffe die wichtigste Frage für die Erfordernisse der Zukunft.

Dabei liegen die Chancen für die Energieversorgung der Zukunft im eigenen Land: Rheinland-Pfalz könnte hierbei eine Vorreiterrolle übernehmen. Allein durch die Biomasse könnten kurzfristig etwa vier Prozent des derzeitigen Primärenergieverbrauchs im Land von rund 208 Milliarden Kilowattstunden gedeckt werden. Damit könnten zwischen 600 und 750 Millionen Liter Heizöl gespart werden. Mittel- bis langfristig könnten sogar 13 Prozent des Stromverbrauchs aus Biomasse gedeckt werden.
Mit 84 Prozent der Landesfläche an Landwirtschafts- und Waldflächen liegt der Rohstoff für eine umweltfreundliche Energieerzeugung vor der Haustür. Die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Biomasse verbessert die Einkommenssituation im ländlichen Raum, insbesondere der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe. Landwirte werden zu Energiewirten – damit eröffnet sich ein neues ökonomisches Standbein für diese Branche.

Die Landesregierung muss ihre zögerliche Haltung gegenüber der Biomasse endlich ablegen. Wir fordern die Landesregierung auf, die Potenziale, die Rheinland-Pfalz in der Energiegewinnung durch Biomasse hat, voll auszuschöpfen! Rheinland-Pfalz muss hierbei eine Vorreiterrolle übernehmen!

Quelle und Kontaktadresse:
Bündnis 90/Die Grünen Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz Pressestelle Walpodenstr. 5, 55116 Mainz Telefon: (06131) 2318-46, Telefax: (06131) 2318-49

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