Erbschaftssteuerreform: BWV-Präsident Schindler gegen Pachtpreissammlung als Bewertungsgrundlage
(Mainz) - Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V., Norbert Schindler, hat sich in einem Schreiben an Staatssekretär Gert Lindemann gegen die Heranziehung der landwirtschaftlichen Pachtpreissammlung als Bewertungsgrundlage für die Erbschaftssteuer ausgesprochen. Eine solche Bewertungsgrundlage führe zu extremen Abweichungen und könne den Landwirten nicht zugemutet werden, so der BWV-Präsident.
Stattdessen forderte Schindler den seit Jahrzehnten bewährten Einheitswert zu überarbeiten und diesen weiterhin als Grundlage für die Erbschaftssteuer heranzuziehen. Er könne sich vorstellen, den bisherigen Einheitswert mit einem Multiplikator von sieben bis neun zu belegen, um den Bedenken des Bundesverfassungsgerichtes entgegenzutreten. Diese Vorgehensweise führe nicht nur zu deutlich weniger Bürokratie, sondern auch zu mehr Gerechtigkeit bei der Berechnung der Erbschaftssteuer, so Schindler.
Eine Heranziehung der Pachtpreissammlung führe für viele Produktionszweige zu nicht tragfähigen Abweichungen nach oben und unten, so Schindler. Gerade in Regionen mit einem hohen Biogasanteil müssten in diesem Fall Milchviehbetriebe unter einer solchen Bewertungsgrundlage leiden. Dasselbe gelte für Ackerbauregionen mit einem hohen Gemüseanteil in der Fruchtfolge.
Schindler forderte Staatssekretär Gert Lindemann daher auf, sich für eine praxisgerechte Lösung im Sinne aller Landwirte einzusetzen. Der BWV-Präsident wies in seinem Schreiben auch nochmals auf die Bedeutung der in den vergangenen Monaten intensiv diskutierte 10-Jahres-Frist hin und bekräftigte, dass diese Regelung ein absolut wichtiger und sinnvoller Bestandteil in der Reform der Erbschaftssteuer darstelle.
Nur wenn es gelinge eine Reform mit Augenmaß und Praxisrelevanz umzusetzen, sei sichergestellt, dass diese zukünftige Erbschaftssteuer nicht zu einer Existenzbedrohung für die heimische Landwirtschaft werde, so Schindler abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.
Pressestelle
An der Brunnenstube 33-35, 55120 Mainz
Telefon: (06131) 62050, Telefax: (06131) 620550
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