Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Erhöhung der Krankenhausfinanzierung und Ärztegehälter in kirchlichen Kliniken

(Berlin) – Der Marburger Bund hält die gegenwärtige Form der Krankenhausfinanzierung in Deutschland für veraltet und nicht mehr akzeptabel. Das hat heute (16. Mai 2008) der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, erklärt. Im Vorfeld der 113. Hauptversammlung und des 111. Deutschen Ärztetages forderte er die sofortige Rücknahme des den Krankenhäusern auferlegten Sonderopfers und eine Steigerung der Betriebsmittel der Krankenhäuser um 3 Mrd. Euro.

Henke: "Weder Preissteigerungen bei Energie oder Lebensmitteln noch Inflation und die Mehrwertsteuererhöhung sind in den staatlich reglementierten Preisen für Krankenhausleistungen berücksichtigt. Die Konsequenz sind lange Wartezeiten für Patienten und eine zunehmende Arbeitsverdichtung für Ärzte und Pflegekräfte, die nicht zuletzt gravierende Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz zur Folge hat.“ Spätestens ab dem 1. Januar 2009, an dem das neue System der Fallpauschalen umgesetzt werde, sei eine Verbesserung der Finanzsituation der Krankenhäuser unvermeidlich. Ebenso müsse das politische Versprechen an die niedergelassenen Ärzte, deren Budgets um ebenfalls 3 Mrd. aufzustocken, erfüllt werden.

Ein weiteres Thema der MB-Hauptversammlung in Ulm, so Henke, werde die tarifliche Situation in den kirchlichen Krankenhäusern sein. Es ist zu erwarten, dass die Delegierten nicht nur Forderungen sondern auch konkrete Aktionen gegenüber den kirchlichen Trägern beschließen werden. „Den tariflichen Erhöhungen der Ärztegehälter seit 2005 müssen nun endlich auch in den konfessionellen Häusern Taten folgen“, so Henke. Zwar dürfe man dort nicht streiken, dennoch gebe es darüber hinaus viele Möglichkeiten, sich wirkungsvoll zu Wort zu melden.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Pressestelle Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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