Erneut mehr als 14.000 Streikende bei der Telekom
(Berlin) - Zum Wochenauftakt sind mehr als 14.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt. Die unverändert hohe Streikbeteiligung sendet ein klares Signal an die Konzernführung: Die Beschäftigten meinen es ernst mit ihrem Widerstand gegen Ausgliederung, Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Montag (21. Mai 2007).
Die Telekom will mehr als 50.000 Arbeitnehmer zu erheblich schlechteren Bedingungen in die geplante T-Service-Sparte ausgliedern. Dabei sollen die Löhne um neun Prozent gekürzt, die Arbeitszeit um mindestens vier Stunden verlängert und drei Nulllohnrunden erzwungen werden. Einbußen und Umverteilung zulasten der Beschäftigten würden sich dabei auf mehr als 40 Prozent summieren. Darüber hinaus befürchtet ver.di, dass die häufig kritisierte Service-Qualität des Unternehmens unter einer weiteren Umstrukturierung noch stärker leidet.
Im Einzelnen beteiligten sich an den Streiks im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg rund 2.500 Telekom-Beschäftigte, in Bayern 2.300, in Niedersachsen-Bremen 1.800. In Baden-Württemberg blieben 1.700 Beschäftigte der Arbeit fern, in Hessen 1.300 sowie in Nordrhein-Westfalen 2.400. In den ver.di-Landesbezirken Rheinland-Pfalz/Saar streikten 1.200, im Landesbezirk Südost 250 sowie in Nord 650 Beschäftigte.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Pressestelle
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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