Ernte im Süden des Landes weit fortgeschritten / Landwirte hoffen auf besseres Erntewetter für Endspurt / Regional starke Einbußen durch Trockenperiode im Frühjahr zu verzeichnen
(Mainz) - Im Süden von Rheinland-Pfalz ist die Getreideernte in den vergangenen Wochen weit fortgeschritten. In Rheinhessen und der Vorderpfalz seien nur noch einige Restflächen zu ernten, in der Westpfalz stehe allerdings noch ein Großteil der Weizenernte an, kommentierte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V., Norbert Schindler, die Situation. Die Erträge seien im Durchschnitt rund 20-25 Prozent geringer als im Vorjahr, so der BWV-Präsident.
Das Getreide habe sich von der Trockenperiode im April und Mai nicht mehr vollständig erholen können, so Schindler. Die Erträge würden hierdurch auch großen Schwankungen unterliegen. Vor allem auf sandigen Böden seien große Einbußen zu verzeichnen, kommentierte Schindler die Situation. Darüber hinaus sei es zu Problemen gekommen, da die diesjährige Getreideernte durch anhaltende Regenfälle immer wieder ins Stocken geraten sei. Vor allem die Wintergerste und der Raps waren überreif. Bei der Gerste hätten die Landwirte daraufhin mit abknickenden Ähren und beim Raps mit Ausfallverlusten kämpfen müssen. Dies habe zu weiteren Einbußen geführt, so Schindler.
Nun hofften die Landwirte vor allem in der Westpfalz auf besseres Erntewetter, um die Ernte in den nächsten Tagen abschließen zu können. Durch den anhaltenden Regen sei es vielfach vor allem in dieser Region zu Lagergetreide gekommen. Hier seien dringend ein paar Tage Sonnenschein erforderlich, um diese Bestände einbringen zu können. In Rheinhessen und der Vorderpfalz sei die Ernte zu rund 98 Prozent abgeschlossen. In der Nord- und Westpfalz seien Wintergerste und Raps ebenfalls nahezu abgeerntet. Der Weizen sei in dieser Region allerdings erst zu rund 50 - 60 Prozent abgeerntet. Man hoffe derzeit daher besonders in der Nord- und Westpfalz auf besseres Erntewetter.
Erfreut zeigte sich der BWV-Präsident über die aktuelle Getreidepreisentwicklung. Nach einem langjährigen Tal habe sich das Preisgefüge in diesem Jahr erstmals wieder stabilisiert. Schindler bekräftigt jedoch, dies sei kein Grund für Brot- oder Bierpreissteigerungen. Der Braugerstenwert in einem Liter Bier liege gerade bei 4 Cent, so Schindler. Der Getreideanteil in einem 750 Gramm schweren Brot liege bei rund 16 Cent. Selbst wenn der Getreidepreis sich verdoppeln würde, sei dies damit kein Grund, die Brot- oder Bierpreise anzuheben, so Schindler abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.
Pressestelle
An der Brunnenstube 33-35, 55120 Mainz
Telefon: (06131) 62050, Telefax: (06131) 620550
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