Eröffnung der Weltleitmesse Medica in Düsseldorf / Deutsche Medizintechnik demonstriert hohe Innovationskraft
(Frankfurt am Main/Düsseldorf) - Bei den Ausfuhren gab es nach Datenlage des Statistischen Bundesamts für die deutsche Elektromedizinische Technik in den ersten acht Monaten des Jahres einen Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist deutlich weniger als die Elektroindustrie mit einem Minus von 22 Prozent zu verkraften hat. Für den deutschen Markt wiederum misst der Fachverband in eigenen Erhebungen in den ersten drei Quartalen sogar ein Plus, das sich beispielsweise in den Warengruppen Ultraschalldiagnostik (plus zwei Prozent) oder Bildgebende Systeme (plus fünf Prozent) unterschiedlich niederschlägt. Die traditionell exportstarke Elektromedizin findet damit auf dem deutschen Markt entgegen früherer Jahre einen Anker. "Die Beiträge des Konjunkturpakets II und der seit April geltenden Vergütungsneuregelung im ambulanten Bereich zu diesem Ergebnis freuen uns. Der politische Handlungsbedarf für eine zukunftsgerichtete Finanzierungsgrundlage insbesondere öffentlicher Kliniken bleibt aber unverändert bestehen", mahnt Jochen Franke, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik, anlässlich der heute (18. November 2009) in Düsseldorf eröffnenden Medica 2009, der bedeutendsten Medizinmesse der Welt.
"Die Innovationskraft der Medizintechnik für den Gesundheitsmarkt ist beispielhaft für die deutsche Industrie", beschreibt Franke die Lage. Er verweist auf die hohe Innovationsdichte der Branche, die Schlüsseltechnologien für einen Wachstumsmarkt in Deutschland liefert. "Die starke Rolle der Gesundheitswirtschaft im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist ein positives Signal für die Branche", so Franke.
Die elektromedizinische Industrie arbeite in vielen Bereichen an innovativen Produkten und Lösungen, die der demographischen Entwicklung und ihren Folgen gerecht werden. Die Hälfte der Produkte sei heute jünger als drei Jahre. Der Innovationszyklus liege selbst bei großen Investitionsgütern wie der Computertomographie nur zwischen drei und fünf Jahren. Für die Weiterentwicklung des Gesundheitsmarktes sei neben der Produktentwicklung aber auch die Prozessoptimierung von zentraler Bedeutung. Die Integration von Informationstechnologien und Medizintechnik mache moderne Verfahren der Diagnostik erst vollständig nutzbar. Franke: "Alle diese Entwicklungen gehen ein in unser Leitbild einer zunehmend individualisierten Medizin und eines langfristigen Gesundheitsmanagements auf Basis einer vernetzten Gesundheitsinfrastruktur."
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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